[ => Original lesen: 1879 Nr. 34 Seite 1] Politische Rundschau.
Deutschland. Kaiser Wilhelm, dessen Befinden fortgesetzt ein gutes ist, wird am Donnerstag von Wiesbaden nach Berlin zurückkehren.
Auch in Süddeutschland rüstet man sich bereits zur Feier des goldenen Ehejubiläums des deutschen Kaiserpaares. So hat die städtische Verwaltung von Nürnberg beschlossen, mit einem Stammvermögen von 6000 M. eine "Kaiser Wilhelm und Kaiserin Augusta goldene Hochzeitsstiftung" zu errichten. Die Renten dieser Stiftung sollen zur Erziehung und Bildung eines braven, in Nürnberg heimathberechtigten elternlosen Knaben, eventuell eines Mädchens bestimmt werden.
Der Reichskanzler soll die Absicht haben, bis zu der Pfingstvertagung des Reichstages, die in etwa 4 Wochen eintreten wird, ohne Unterbrechung in Berlin zu bleiben und sich thätig an den parlamentarischen Verhandlungen zu betheiligen. Bis dahin wird jedenfalls in den wichtigsten Fragen die Entscheidung gefallen und dem Reichskanzler alsdann gestattet sein, sich zeitweilig von den Geschäften zurückzuziehen.
Fürst Bismarck soll zu seinen Commissaren und Parteigängern in Sachen der Zölle und Steuern kein rechtes Vertrauen und gesagt haben, er werde die Schlacht im Reichstage ganz allein gewinnen müssen.
Der Reichstag hat das Gesetz gegen die Verfälschung der Nahrungsmittel mit erheblicher Majorität angenommen.
Der Reichstag hat am Montag seine Sitzungen wieder begonnen. Das Haus war freilich äußerst schwach besetzt und nur eben beschlußfähig. Der Gesetzentwurf, betr. die Anfechtung von Rechtshandlungen eines Schuldners außerhalb des Concursverfahrens wurde einer Commission von 21 Mitgliedern überwiesen und das Nahrungsmittelgesetz in dritter Lesung erledigt. Der Präsident kündigte an, daß die Brau= und Tabaksteuer zur ersten Lesung am Donnerstag auf die Tagesordnung gestellt werde.
Nach Mittheilung aus London wird für die deutsche Abtheilung der Ausstellung in Sidney voraussichtlich ein Raum von 4100 Quadratfuß einschließlich der Gänge zur Verfügung gestellt werden. Für England ist etwa ein fünffach, für Frankreich ein einundeinhalbmal so großer Raum, für Belgien der gleiche Raum wie für Deutschland, in Aussicht genommen.
Die sehr umfangreiche Armeeorganisation Frankreichs, deren vollständige Durchführung dem Lande ein Heer von 3,600,000 Mann bei einem jährlichen Budget von 455 Mill. Mark ermöglicht und die Unmöglichkeit einer weiteren Steigerung der Mililtairlasten für Deutschland und Oesterreich, hat in der Presse den Vorschlag machen lassen, Deutschland und Oesterreich möchten ihre innigen Freundschaftsbeziehungen zu einem Bunde von ausgesprochen völkerrechtlichem Charakter erweitern. Dadurch würde eine Kriegsmacht geschaffen, die eine etwaige russisch=französische Allianz nicht zu fürchten hätte, eine Macht, die der Welt jederzeit den Frieden zu gebieten vermöchte. Von anderer Seite wird eine Zollvereinigung der beiden auf einander angewiesenen Nachbarreiche in Vorschlag gebracht, um eine Handelsverbindung von größerer Dauer zu Stande zu bringen, als die immer nur auf kürzere Zeitdauer abgeschlossenen Handelsverträge.
Frankreich. Die Regierung fährt fort, Communisten zu begnadigen. Nur Blanqui will sie noch nicht begnadigen. Dafür hat ihn das Volk von Bordeaux amnestirt, indem es ihn in das Abgeordnetenhaus wählte - als Dank die reiche Fülle von Gnade, welche die Regierung täglich über die Communisten ausschüttet. Amnestirt sie Blanqui nicht, so achten die Radicalen alle anderen Begnadigungen nicht. Und wenn sie Blanqui begnadigt und seine Wahl bestätigt, wird dann der revolutionäre Abgrund beruhigt sein? Die Regierung scheint das zu glauben, besonders wenn sie dem Radicalismus einen Culturkampf schenkt. Aber auch das wird ihr nicht helfen. Der Radicalismus der Revolution ist nicht zu befriedigen. Er wird Grèvy, Waddington und schließlich auch Gambetta fortspülen, wie er Mac Mahon fortgespült hat.
England. Der Krieg mit Afghanistan scheint ein endloser werden zu sollen. Während in der vergangenen Woche die englischen Blätter noch von dem Siegesjubel lebten, den eine glückliche Schlacht im Zululande in ihnen hervorgerufen und während sie gleichzeitig die Friedensschalmeien aus Afghanistan ertönen ließen, kommt jetzt wieder die Nachricht von einer Schlappe. "Reuters Office" meldet darüber: Am 22. d. M. wurde ein Detachement britischer Truppen das sich auf dem Marsche befand, von 1200 Mohmunds umzingelt. Nachdem Verstärkungen herbeigerufen worden, wurde das Dorf, in dem die Engländer eingeschlossen waren, entsetzt. Auf britischer Seite wurden 25 Mann getödtet oder verwundet, während der feindliche Verlust an Todten und Blessirten 74 betrug. Nach dem Gefecht kehrte die britische Streitkraft nach Dekka zurück, ohne auf Widerstand zu stoßen.
Rußland. Der Czar ist mit seinem Gefolge glücklich in Livadia angekommen. Unterdessen währen die Verhaftungen aller Orten fort. Moskauer Berichten zufolge wurden dort seit den eingeführten Ausnahmsmaßregeln weit über 1500 Verdächtige verhaftet, darunter viele Studenten, Officiere und Setzer der dortigen Druckereien. Viele der Vorhafteten sind bereits nach Sibirien transportirt worden.
Wie groß in Rußland die Furcht vor Attentaten und Attentätern ist, mag folgende wahre Geschichte beweisen. In das Comptoir des Moskauer Bankier K. kam ein junges Mädchen und verlangte den Bankier persönlich und in einem besonderen Zimmer zu sprechen. Der Bankier fürchtete sich, in ein besonderes Zimmer zu gehen, um so mehr, als das Mädchen die rechte Hand in der Tasche verbarg. Was wünschen Sie? fragte er. "Ich brauche Geld für die Reise nach Kiew," war die Antwort des Mädchens. "Bitte, hier haben Sie, drei Rubel sprach der Bankier und reichte dem Mädchen das Geld hin. "Ich brauche zehn!" bemerkte nachdrücklich das Mädchen. Der Bankier beeilte sich, die
[ => Original lesen: 1879 Nr. 34 Seite 2]Summe hinzureichen. Die Unbekannte verneigte sich und ging. "Ich habe mich doch billig losgekauft sagte der Bankier halb scherzend, halb ernst zu seinem Personal.
Amerika. Der Kriegsminister der Vereinigten Staaten hat ein Rundschreiben erlassen, welches anbefiehlt, daß die Indianer unter Führung von Sitting Bull, da sie aufgehört haben, amerikanische Unterthanen zu sein, im Falle ihrer Rückkehr nach den Vereinigten Staaten ergriffen und als Kriegsgefangene behandelt werden sollen.
Anzeigen.
Am
Donnerstag den 8. d. M.
Vormittags 10 Uhr
sollen auf der hiesigen Feldziegelei
circa 28000 Stück Zungen= u. Mauersteinbretter,
circa 120 Stück Gerüstleitern,
circa 150 Stück Gerüstpfähle,
circa 24 Stück Fläken,
eine Partie alte Bretter und Hölzer,
zwei Streichtische,
eine alte Schlemmmaschine nebst Zubehör,
eine Pulverisirmaschine,
zwei runde Fahrtraden mit ihren Ueberdachungen,
ein altes Pumpenwerk
u. s. w. u. s. w.
öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung verkauft werden, wozu Kaufliebhaber hiedurch geladen werden.
Schönberg, den 1. Mai 1879.
Großherzogl. Mecklenb. Domainen=Amt.
F. Graf Eyben.
In dem Hypothekenbuche über die - inzwischen in vim executionis verkaufte - zu Mannhagen belegene Freischulzenstelle c. p. der verehelichten Hennings, Dorette geb. Solvie, stehen neben anderen Forderungen eingetragen:
ad Fol. IV. m die Altentheilsforderung der Freischulzen=Wittwe Solvie zu Mannhagen geb. Stavenhagen, wieder verehelichten Cordts, abgeschätzt zu 300 Thlr. N 2/3 z. v. pro anno;
ad Fol. IV. n die Altentheilsforderung des Freischulzen=Altentheilers Cordts zu Mannhagen von jährlich 70 Thlr. N 2/3 z. v. jedoch erst von Zeit des Ablebens seiner Ehefrau, verwittwet gewesenen Solvie geb. Stavenhagen, ab.
Zu unseren Subhastationsacten liegt docirt vor, daß beide Altentheiler längst verstorben sind; die betreffenden Hypothekenscheine sollen, wie angestellte Nachforschungen ergeben haben, verloren gegangen sein.
Demzufolge werden hiemit Alle und Jede, welche an die angeblich verloren gegangenen, vorstehend des Näheren bezeichneten beiden Hypothekenscheine cum annexis Ansprüche und Forderungen zu haben vermeinen, hiemit peremtorisch geladen, solche in dem deshalb auf
Freitag den 27. Juni d. J.
Vormittags 11 Uhr
anberaumte Termin vor unterzeichnetem Gerichte anzumelden und zu bescheinigen oder zu erwarten, daß sie durch den alsbald zu erlassenden Präclusivbescheid damit ausgeschlossen, die für verloren zu achtenden betreffenden Hypothekenscheine aber mortificirt werden sollen.
Schönberg, den 4. April 1879.
Großherzogl. Justizamt der Landvogtei des Fürstenthums Ratzeburg.
Horn.
A. Dufft.
In der Concurssache des Müllers Heinrich Meyn zu Mannhagen ist, nachdem die erforderlichen Sicherheitsmaßregeln getroffen und der Hauswirth Heinrich Nehls zu Mannhagen zum interimistischen Güterpfleger bestellt worden, ein Liquidationstermin auf
Sonnabend den 17. Mai d. J.
Vormittags 11 Uhr
vor dem Großherzoglichen Justizamte hieselbst angesetzt, zu welchem Alle, welche aus irgend einem Grunde Ansprüche und Forderungen an den Cridar und dessen Vermögen zu haben vermeinen, zwecks Anmeldung ihrer Ansprüche und Vorlegung ihrer schriftlichen Beweismittel unter dem hiedurch ein für allemal angedroheten Nachtheile der Abweisung von der vorhandenen Masse und des Ausschlusses mit ihren Beweismitteln hiermit peremtorisch geladen werden.
Gleichzeitig ist auch ein Termin auf
Dienstag den 10. Juni d. J.
Vormittags 11 Uhr
vor dem Großherzoglichen Justizamte anberaumt zum Versuche gütlicher Aufgreifung des Debitwesens, event. zur Prioritätsdeduction, ferner zur Erklärung der Gläubiger über die Liquidate, sowie zur Wahl eines definitiven Güterpflegers und eines actor communis, zu welchem die Müller Meyn'schen Gläubiger unter dem ein für alle Mal angekündigten Nachtheile der Einwilligung in die Gerichtswegen zu machenden Vergleichsvorschläge - wobei etwaige Ablehnungen oder Fristgesuche von Bevollmächtigten nur im Falle einer auf Wiederspruch gerichteten Specialvollmacht, bloße schriftliche Erklärungen aber überall nicht berücksichtigt werden können - und der Ausschließung mit der Prioritätsdeduction hiedurch geladen werden.
Schönberg, den 27. Februar 1879.
Großherzogl. Justiz=Amt der Landvogtei des Fürstenthums Ratzeburg.
H. Wohlfahrt.
A. Dufft.
In Sachen betreffend die Subhastation der zu Mannhagen belegenen Henning'schen Freischulzenstelle c. p. wird hiemit öffentlich gemeinkundig gemacht, daß in dem Termine am 4. d. M. der Präclusivbescheid sofort zu Protocoll erlassen und publicirt ist.
Schönberg, den 28. April 1879.
Großherzogliches Justiz=Amt der Landvogtei des Fürstenthums Ratzeburg.
Horn.
A. Dufft.
Zur Deckung der Kosten des Schneeschaufelns und des Wegeaufräumens im verflossenen Winter vernothwendigt sich ein Beitrag von 30 . pro 100 Quadrat Ruthen und werden unsere ackerbesitzenden Bürger ersucht, solchen Beitrag am
Montag den 5. Mai d. J.
Abends 6 Uhr
im Boye'schen Gasthause zu entrichten.
Schönberg, den 1. Mai 1879.
Die städtische Wege=Commission.
In heutiger Versammlung des Landwirthschaftlichen Vereins ist beschlossen worden, am Dienstag den 10. Juni cr. hieselbst eine
Thierschau, verb. mit Gewerbe-Ausstellung
abzuhalten, welches hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.
Alle diejenigen, welche sich bei der Gewerbe=Ausstellung zu betheiligen beabsichtigen, wollen solches vorher anmelden.
Schönberg den 1. Mai 1879.
Namens des landwirthschaftlichen Vereins:
Wilh. Heincke, als Secretair desselben.
Statt jeder besonderen Meldung.
Heute Mittag ein Uhr wurde meine liebe Frau Mathilde, geb. Meyn, in Strelitz von einem kräftigen Knaben leicht und glücklich entbunden.
Schönberg, den 29. April 1879.
C. Schumann,
Advocat.
Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich das Schönberger Markt mit einer sehr großen Auswahl
Schuhwaaren
besuchen werde; als Damenstiefel in Zeug, Glace, Chagrin und Roßleder; dasselbe für Mädchen und Kinder; Promenaden und Halbschuhe mit und ohne Absatz von Zeug und Leder, Kinderstiefel in allen Größen, Herrnstiefeletten zu den billigsten Preisen. Mein Stand ist vor der Apotheke.
J. Schleuß,
Schuhmachermeister aus Lübeck.
[ => Original lesen: 1879 Nr. 34 Seite 3]Die Erzeugnisse
der Königlich Preussischen und Kaiserlich Oesterreichischen
Hof-Chocolade-Fabrikanten
Gebrüder Stollwerck
in Cöln a. Rh.,
Filialen in Frankfurt a. M, Breslau und Wien,
verdanken ihren Weltruf der gewissenhaften Verwendung von nur besten Rohmaterialien und deren sorgfältiger Bearbeitung.
Die Original 1/4- und 1/2- Pfund-Packungen sind mit Preisen und Garantie-Marke (rein Cacao & Zucker) versehen.
Die Fabrik ist brevetirte Lieferantin:
I. I. M. M. des Kaisers Wilhelm, der Kaiserin Augusta, Sr. Kaiserl. u. Königl. Hoh. des Kronprinzen, Sr. Kaiserl. u. Königl. apostol. Majestät Franz Joseph, sowie der Höfe von England, Italien, der Türkei, Bayern, Sachsen, Holland, Belgien, Baden, Sachsen-Weimar, Mecklenburg, Rumänien und Schwarzburg.
10 goldene, silberne und broncene Medaillen.
Stollwerck'sche Chocoladen & Cacaos
sind in allen Städten Deutschlands zu haben, sowie auch an den Haupt-Bahnhof-Büffets.
In Schönberg bei F. Lundwald. In Herrnburg bei Joachim Kleinfeldt.
Norddeutsche Hagel-Versicherungs-Gesellschaft in Berlin.
gegründet von Landwirthen im Jahre 1869.
Diese bei weitem größte aller Hagel=Versicherungs=Gesellschaften versichert Feldfrüchte jeder Art und zahlt nach Feststellung des Schadens sofort die ermittelte Entschädigung. Geschäfts=Resultat pro 1878: 23,500 Mitglieder mit 232,957,985 M. Versicherungs=Summe;
Prämien nach der Hagelgefährlichkeit verschieden billigsten in Schleswig=Holstein.
Durch ihre große Ausdehnung bietet die Gesellschaft mehr, als jede andere, die Garantie für niedrige Durchschnitts=Prämien.
Reserven: 483,238 Mark.
Besondere Vortheile: Regulirung der Schäden unter Mitwirkung von Vertrauensmännern, welche von den Mitgliedern gewählt werden. - Abschätzung ohne Trennung der Körner vom Stroh und ohne Reduction. Ermäßigung der Prämie um 25 % bei Uebernahme einer Selbstversicherung von 2 % der Versicherungssumme, um 5 % bei Versicherung auf 5 Jahre und um fernere 5 % nach 4 jähriger Schadenfeier Versicherung u. s. w.
Zu jeder gewünschten näheren Auskunft, sowie Aufnahme von Anträgen sind die Unterzeichneten sowie die Spezial=Agenten der Gesellschaft jederzeit gern bereit,
E. W. Peters Generalagent in Güstrow.
P. Drückhammer Haupt=Agent in Lübeck.
A. Utermöhl Haupt=Agent in Rupensdorf bei Schönberg i. M.
H. F. Langmack Haupt=Agent in Brackrade bei Eutin.
Vom 8. Januar d. J. bis heute sind nachstehende Schäden bei unserem Verein angemeldet von:
1) dem Hauswirth Oldenburg in Niendorf 1 Pferd 450 Mark
2) dem Schulzen Bollow in Campow 1 Pferd 300 Mark
3) dem Hauswirth Boye in Schwanbeck 1 Kuh 90 Mark
4) dem Hauswirth As. Lenschow in Grieben 1 Pferd 300 Mark
5) dem Vogt Vokuhl in Schlagsdorf 1 Kuh 135 Mark
6) dem Müller Wieschendorf hieselbst 1 Kuh 135 Mark
7) dem Hauswirth Will in Retelsdorf 1 Kuh 120 Mark
8) Hauswirth Rußwurm in Lockwisch 1 Kuh 135 Mark
9) ungedeckt aus voriger Hebung 200 Mark
und werden unsre Mitglieder ersucht zur Deckung dieses Schadens einen Beitrag von 50 pro 100 Mark Versicherungssumme am
Montag, den 5. Mai d. J., Morgens 10 Uhr,
im Boye'schen Gasthause hieselbst einzuzahlen.
Schönberg, den 23. April 1879.
Direction der Viehversicherungs=Gesellschaft im Fürstenthum Ratzeburg.
Aachener und Münchener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft.
Der Geschäftsstand der Gesellschaft ergiebt sich aus den nachstehenden Resultaten des Rechnungsabschlusses für das Jahr 1878:
Grundkapital M. 9,000,000. -
Prämien= und Zinsen=Einnahme für 1878 M. 7,765,651. 70
Prämien=Ueberträge M. 10,228,886. 30
M. 26,994,538. -
;----------------------
Versicherungen in Kraft am Schlusse des Jahres 1878 M. 4,508,748,199. -
Berlin, den 1. Mai 1879.
Die Haupt=Agentur der Gesellschaft.
zur Vermittelung von Versicherungen gegen Feuerschaden empfiehlt sich J. H. Meyer, Organist in Schönberg.
[ => Original lesen: 1879 Nr. 34 Seite 4]Als anerkannt bestes Mast= und Milchfutter offeriren wir
neues frisches Palm=Kuchenmehl
mit ca. 18 % Proteinstoffen, ca. 35 % Kohlehydraten und ca. 5 % Fett
mit 4,50 Mark pro Centner
ab Berlin, exclusive Säcke, die zum Transport geliehen werden, bei Entnahme von mindestens 100 Ctr. (die Eisenbahntarife für 200 Centner sind am günstigsten).
Da Palmmehl stets trocken und darin über 90 % verdauliche Stoffe enthalten sind, so ist es das billigste Kraftfutter.
Ueber Eisenbahnfrachten von Berlin nach allen Stationen geben gerne Auskunft; sowie wir auch auf Wunsch ausführlicher über dies anerkannt gute, gesunde und nahrhafte Futtermittel berichten.
Fabrik: Moabit, Kaiserin Augusta=Allee 7.
Palmkern= und Cocos=Oel=Fabrik
Rengert & Co.,
Berlin, C. Linienstraße Nr. 81.
Man biete dem Glücke die Hand.
400,000 RM.
Haupt-Gewinn im günstigen Falle bietet die allerneueste grosse Geldverloosung, welche von der hohen Regierung genehmigt und garantirt ist.
Die vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass im Laufe von wenigen Monaten durch 7 Verloosungen 44,000 Gewinne zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupttreffer von eventuell Mark 400,000, speciell aber
1 Gewinn a M. 250,000
1 Gewinn a M. 150,000
1 Gewinn a M. 100,000
1 Gewinn a M. 60,000
1 Gewinn a M. 50,000
2 Gewinne a M. 40,000
2 Gewinne a M. 30,000
5 Gewinne a M. 25,000
2 Gewinne a M. 20,000
12 Gewinne a M. 15,000
1 Gewinn a M. 12,000
24 Gewinne a M. 10,000
5 Gewinne a M. 8000
54 Gewinne a M. 5000
71 Gewinne a M. 3000
217 Gewinne a M. 2000
531 Gewinne a M. 1000
673 Gewinne a M. 500
950 Gewinne a M. 300
24,700 Gewinne a M. 138
etc. etc.
Die Gewinnziehungen sind planmässig amtlich festgestellt.
Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staate garantirten Geldverloosung kostet
1 ganzes Original-Loos nur M. 6
1 halbes Original-Loos nur M. 3
1 viertel Original-Loos nur M. 1 1/2
Alle Aufträge werden sofort gegen Einsendung, Posteinzahlung oder Nachnahme des Betrages mit der grössten Sorgfallt ausgeführt und erhält Jedermann von uns die mit dem Staatswappen versehenen Original-Loose selbst in Händen.
Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gratis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten unaufgefordert amtliche Listen.
Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-Garantie und kann durch directe Zusendung oder auf Verlangen der Interessenten durch unsere Verbindungen an allen grösseren Plätzen Deutschlands veranlasst werden.
Unsere Collecte war stets vom Glücke begünstigt und hatte sich dieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der ersten Haupttreffer zu erfreuen, die den betreffenden Interessenten direct ausbezahlt wurden.
Voraussichtlich kann bei einem solchen auf der solidesten Basis gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher, um alle Aufträge ausführen zu können, uns die Bestellungen baldigst und jedenfalls vor dem 15. Mai d. J. zukommen zu lassen.
Kaufmann & Simon,
Bank- und Wechsel-Geschäft in Hamburg
Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisenbahn-Actien und Anlehnsloose.
P. S. Wir danken hierdurch für das uns seither geschenkte Vertrauen und indem wir bei Beginn der neuen Verloosung zur Betheiligung einladen, werden wir uns auch fernerhin bestreben, durch stets prompte und reelle Bedienung die volle Zufriedenheit unserer geehrten Interessenten zu erlangen.
D. O.
Schafscheeren
womit man die Thiere nicht schneiden und nicht stechen kann, sind auch außerordentlich geeignet um langhaarige Hunde und Pferde zu scheeren, sind in verschiedenen Arten vorräthig bei
Ludw. Warncke Mölln i. Lbg.
Lefaucheux und Lanaster
Flinten und Büchsflinten, sowie auch sämmtliche Jagdgeräthe und Utensilien sind in sehr großer Auswahl auf Lager bei
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Sämaschinen
Ringelwalzen, 4schaarige und andere Pflüge in vielen verschiedenen Arten auf Lager bei
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Zur Gartenbestellung
empfehle ich meine Gartenspritzen, Rasenmäher, Spaten, Hacken, Schaufeln, Harken, Grabeforken, Schauffeleisen u. s. w. wovon eine sehr große Auswahl auf Lager habe.
Ludw. Warncke Mölln i. Lbg.
Eisen= u. Bronce=Gußwaaren
Tische mit grauen, rothen, schwarzen und weißen Marmorplatten, Blumentische, Blumen= und Lampenständer, antike Vasen= und Schalen, Tafelaufsätze, Kandelaber, Statuen, Consolen u. s. w. in großer Auswahl.
Ludw. Warncke Mölln i. Lbg.
Es ist bei mir ein Hahn zugelaufen, gegen Erstattung der Insertionsgebühr abzuholen bei
Schönberg. J. Frentz.
Kampfgenossen=Verein 1870/71.
Sonntag den 11. Mai d. J. Nachmittags 3 1/2 Uhr:
General=Versammlung.
Der Vorstand.
I. A. B. Diersen.
Tages=Ordnung.
I. Rechnungsablage.
II. Vorstands =Wahl.
III. Verschiedenes.
Bekanntmachung.
Der diesjährige Frühjahrs=Beitrag der Mitglieder der Lübecker Feuerversicherungs=Vereins der Landbewohner ist mit 5 Zehntel und die vorletzte Rate vom Reserve=Fond mit ein Zehntel, also den Gesammtbeitrag mit sechs Zehntel des einfachen Ansatzes (6/10 Simplum) in der Zeit vom 15.-31. Mai d. J. auf dem hiesigen Bureau zu entrichten.
Lübeck den 8. April 1879.
Die Direction
des Lübecker Feuerversicherungs=Vereins
der Landbewohner
Namens derselben:
Bruhn, Sekretair.
(Hiezu eine Beilage.)
Redigirt, gedruckt und verlegt von L. Bicker in Schönberg.
[ => Original lesen: 1879 Nr. 34 Seite 5]Beilage
zu Nr. 34 der Wöchentlichen Anzeigen für das Fürstentum Ratzeburg.
Schönberg, den 2. Mai 1879.
- Ein Humpoletzer Tuchfabrikant hatte die Bewilligung erhalten, zum 24. April für den Kaiser von Oesterreich binnen 10 bis 12 Stunden aus der mehreren Schafen erst abzunehmenden Wolle einen Jagdanzug anzufertigen. Der Fabrikant heißt Emerich Dite. Die "N. Fr. Pr." enthält nun folgenden authentischen Bericht über die am 23. d. M. erfolgte Fabrikation: Schlag 6 Uhr Morgens begann man 12 vorher von den Stadtärzten für vollkommen gesund erklärte Schafe zu scheeren. Um 6 U. 8 M. war bereits das erforderliche Quantum Wolle den Schafen abgenommen; diese war um 6 U. 11 M. geschauert, um 6 U. 37 M. gefärbt, um 6 U. 50 M. ausgespritzt, um 6 U. 54 M. vom Reißwolf, um 7 U. 1 M. von der Vorreißmaschine, um 7 U. 12 M. von der Pelzmaschine, um 7 U. 34 M. von der Continue, um 8 U. von der Spinnmaschine verarbeitet und um 8 U. 15 M. fertiggespult. Nun begann die eigenhändige Arbeit des Fabrikanten. Um 8 U. 37 M. war von ihm die Kette geschweift, um 8 U. 43 M. an den Webstuhl gebäumt, um 9 U. 34 M. aufgebunden, worauf er sich sofort zum Weben anschickte. Um 11 U. 10 M. waren 7 3/4 Ellen Loden gewebt, um 12 U. 3 M. gewalkt, um 12 U. 14 Minuten gewaschen, um 12 U. 17 M. gespritzt, um 12 U. 31 M. getrocknet, um 12 U. 45 M. zugeschoren, um 1 U. 7 M. gereinigt, um 1 U. 10 M. gebürstet und um 1 U. 15 M. decatirt und daher nadelfertig. Dieser binnen 7 Stunden 15 Minuten aus frischgeschorener Wolle hergestellte Stoff wanderte sofort in die Schneiderwerkstätte, wo aus demselben unter Leitung eines Zuschneiders aus einer ersten Wiener Werkstätte ein vollständiger Anzug für den Kaiser, bestehend aus einem Rock, einem Gilet und einem Beinkleide, bis 5 Uhr Nachmittags fix und fertig hergestellt wurde. Die Fabrikation beanspruchte also 11 Stunden.
- Verhinderung des Einfrierens der Brunnen. Bei strenger Winterkälte kommt es häufig vor, daß die Wassersäule der Röhrbrunnen einfriert, wodurch die Benützung derselben oft monatelang gestört wird; denn obgleich man in der Regel die Brunnenröhren wie die Ausgußrohren vor Eintritt des Winters mit Stroh einbindet oder den Brunnenkranz mit Laub bedeckt, so haben sich dergleichen Schutzmittel häufig als unzureichend erwiesen, und die in der Brunnenröhre bis zum Niveau des Ausgußrohres reichende Wassersäule friert bei langanhaltender Kälte, namentlich wenn die Windrichtung dazu beiträgt, trotz aller Schutzmittel ein. Um diesem Umstande ein= für allemal zu steuern, hat man hier ein Mittel in Anwendung gebracht, welches vielfache Nachahmung gefunden hat und auch in weiteren Kreisen Beachtung verdient. Läßt man nämlich ca. 1 m unter dem Brunnenkranze die Röhre anbohren, damit das Wasser ausfließen kann und die Wassersäule in der Brunnenröhre unter den Brunnenkranz zu stehen kommt, so ist der Zweck vollkommen erreicht. Zur besseren Sicherheit lasse man den Brunnendeckel mit etwas Laub und strohigem Dünger überdecken, doch ist das Einbinden der Brunnenröhre nicht erforderlich. Bei Anwendung dieses Mittels hat man allerdings einige Züge an der Pumpe zu machen bis das Wasser in der Ausgußröhre erscheint. Beim Frühjahrsantritt wird sofort ein Holzpflock in das Bohrloch getrieben, der im kommenden Winter wieder ausgezogen werden muß.
- Die Lappländer mit ihren Rennthieren haben Berlin verlassen, nachdem sie nahezu selber Rentiers geworden sind; denn jeder Berliner hat sie sich betrachtet. Angekündigt sind eben die letzten Mohikaner, ächte indische Rothhäute und für später auch Feuerländer und Pescharahs von der Südspitze Amerikas. Merkwürdig, alle diese Menschensorten kommen im Zoologischen oder Thier=Garten zur Ausstellung. Die Berliner haben keinen Arg dabei, Carl Vogt aber lacht sich in's Fäustchen und stellt zwischen den Angestaunten und den Anstaunenden zoologische Vergleiche an.
- Wenn aufgeschnitten so gut wie gelogen wäre so wären die Gascogner, die Meister im Aufschneiden sind alle Lügner. Ihrer zwei stritten sich über die feuerfesten Geldschränke, die sie zur Ausstellung nach Paris geschickt hatten. Meiner, sagte der eine nimmt's an Feuerfestigkeit mit allen auf, ich habe die Feuerprobe gemacht. Wissen Sie, ich habe einen Hahn in den Schrank gesteckt und dann den Schrank auf einen Scheiterhaufen gestellt, bis das Metall rothglühend geworden war; als ich den Schrank öffnete, krähte mir der Hahn lustig entgegen. - Weiter nichts? sagte der andere. Ich habe meinen Schrank mit dem Hahn in einen Hochofen gestellt; als das Metall dem Schmelzen nahe war, ließ ich ihn öffnen und - der Hahn war erfroren!
- Der Deutschkatholicismus scheint allmählig einzuschlafen; er ist weder Fisch noch Vogel. Der alle Döllinger in München hat sich mit dem neuen Papste Leo, der ein kluger Mann ist und die ererbte Unfehlbarkeit nicht auf die Spitze treibt, ausgesöhnt.
- Der Hausfrauenverein in Berlin unterhält eine Kochschule und dieser Tage war die Prüfung der 32 jungen Köchinnen. Jede Schülerin mußte eine Schüssel voll kochen und die Examitoren mußten die guten Dinge essen. Das war der praktische Theil der Prüfung; ihm voran ging der theoretische oder, wie die Gegnerinnen sagen werden, der unpraktische Theil, eröffnet durch eine Rede der Vorsteherin über die Gesetze der Ernährung, über die Diät für die verschiedenen Lebensalter (ein alter Herr will anders gekocht haben als ein junger), über Einrichtung der Küche für bescheidene und sehr bescheidene Hanshaltungen, über Gastmähler u. s. w. Eine Schülerin sprach über "Einkommen und Auskommen und den Schluß machte die Prüfung in der Küchen=Chemie. Bis jetzt haben die meisten ausstudirten Köchinnen sofort einen Mann bekommen.
- Der Juden=Missionär Ginsburg in Mogador entwirft in Londoner Zeitungen ein wahrhaft haarsträubende Schilderung von der in diesem Theil Afrika's wüthenden Hungersnoth. Tausende von hungernden Menschen, die zu Skeletten herabgemagert, baten in der Missionsstation um Brod. Vieh, Kamele, Pferde, Esel, Schafe und Geflügel sind in großer Masse umgekommen. Die hungrigen Hunde greifen in großer Anzahl Männer und Frauen an. Innerhalb einer Meile von Mogador wurden 20 Personen von Hunden getödtet und verzehrt. In Mogador allein sind nicht weniger als 1300 Personen dem Hunger erlegen, und fast in jeder Straße stößt man auf Todte oder Sterbende. Im Judenviertel ist beinahe ein jedes Haus ein Hospital. - In Casablanca fährt der Typhus fort, fürchterliche Verheerungen anzurichten; die Epidemie rafft die stärksten und gesündesten Leute hinweg, und die europäische Bevölkerung leidet nicht minder als die Mauren.
- Romulus und Remus gehören zu den ältesten Gründern, die man kennt, sie haben 753 Jahre vor der Geburt Christi die Stadt Rom gegründet und sind noch nicht wie andere Leute, z. B. Tell und Winkelried, aus der Geschichte hinausgediftelt. Die Römer haben auch in diesem Jahre den 21. April als den Jahrestag der Gründung unbedenklich gefeiert. Rom hat zweimal die Herrschaft der Welt an sich gerissen, zuerst durch Kriege und Siege und durch seine Sprache und Gesetze; das zweite Mal durch die Päpste, die sich als Nachfolger Petri ausgaben und der ganzen katholischen Welt ihre Gesetze gaben. Sind auch die Aktien dieser Gründung gefallen, so ist Rom doch noch der Wallfahrtsort für alle Künstler der Welt.
- In Goldkronach hat die interessante Mittheilung, daß Bienenstiche bei reumatischen Leiden mit Er=
[ => Original lesen: 1879 Nr. 34 Seite 6]folg angewendet wurden, eine Teilung herbeigeführt. Man gab einem eben am heftigsten Podagra leidenden Herrn den Rath, sich des Bienenstiches zu bedienen. Der krankhafte Theil (große Fußzehe) war furchtbar angeschwollen und der Patient hatte die heftigsten Schmerzen. Einsender unternahm die Operation und ließ eingefangene Bienen, indem er dieselben an den Flügeln mit 2 Fingern festhielt, einstechen. Nach Versicherung des Patienten war der Schmerz nach dem Stechen um so heftiger, jedoch nach Verlauf kaum einer Viertelstunde jeder Schmerz verschwunden, sogar die Geschwulst verging vollständig, und nach zwei Stunden konnte Patient die Stiefeln anziehen und spazieren gehen.
- Ueber des Prinzen Lulu Reise= und Kriegserlebnisse dürfen wir eingehenden Berichten aus seiner eigenen Feder entgegensehen. Es soll nämlich dem Vernehmen nach, bestimmt sein, daß er dieselben in einem Tagebuche verzeichnet und daß dieses dann serienweise in dem Pariser "Pays" und im Londoner "Examiner" veröffentlicht wird.
-Zwei Berliner Jungen kommt ein Offizier entgegen. Sieh' einmal, sagte der eine, der ist von der Infanterie und trägt Sporen! Ja, - sagt der andere, der ist vom Eisenbahnregiment. - Na, die haben doch keine Pferde? - Ach so, dann ist er vom Pferdeeisenbahn=Regiment!
- In der Probe. Kapellmeister (im Dirigiren plötzlich innehaltend, zu Herrn Dippchen aus Pirna, der eben erst in die Kapelle eingetreten ist): Zu hoch! Zu hoch! Was machen sie denn Herr Dippchen? Dippchen: Danke schen gitiger Nachfrage, es geht ja so weit gut, bis auf ne klene Unpäßlichkeit in der Familie.
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E. Dransfeld.
Soltau, Lüneburger Haide.
Nicht passendes nehme fco. zurück.
Tesch's Restauration.
Morgen Sonnabend
Morgens 10 Uhr Anstich
Erlanger Bier
Sonntag Meitrank
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Nr. 27. 1 Kommode 2.
Nr. 71. 1 Stuhl.
Nr. 129. 1 Kleiderschrank 6.
Nr. 189. 1 Stuhl.
Nr. 208. 1 Kleiderschrank 4.
Nr. 213. 1 Kleiderschrank 2.
Nr. 222. 1 Kleiderschrank 3.
Nr. 316. 1 Kleiderschrank 1.
Nr. 450. 1 Stuhl.
Nr. 561. 1 Tisch.
Nr. 582. 1 Kommode 1.
Nr. 646. 1 Tisch.
Nr. 740. 1 Kleiderschrank 5.
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Nr. 760. 1 Kommode 4.
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H. Bruhn, Tischlermeister.
C. Hacker, Doll,
Hülfslehrer. Districts=Husar.
Ich mache hiermit noch bekannt, daß mein hellbrauner Hengst zum Decken bereit steht.
Hauswirth Hans Redelsstorf.
Rieps.
Am 18. und 19. Mai d. J. wird bei mir ein
Scheibenschießen
nach Gewinnen stattfinden, zu welchem ich hiedurch ergebenst einlade.
Ein Satz von 3 Schüssen kostet 1 M. Büchsen und Schießbedarf wird von mir gehalten.
Gastwirth Kaven in Pogetz.
Vorzüglich schönen imit.
Schweizerkäse
a 75 Pfennig per Pfund
empfiehlt Rehna. Ludw. Wolter.
Zu Johannis suche ich ein ordentliches Mädchen zum Alleindienen.
Margaretha Wolter,
geb. Dreier.
Rehna.
Kirchliche Nachrichten.
Sonntag den 4. Mai.
Früh=Kirche: Pastor Fischer.
Vormittags=Kirche: Pastor Kämpffer.
Amtswoche: Pastor Kämpffer.
Getreide=Preise in Lübeck.
[Tabelle siehe im Abbild der Originalseite]
Markt=Preise in Lübeck.
[Tabelle siehe im Abbild der Originalseite]
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