No. 79
Die Anzeigen erscheinen wöchentlich zweimal.
Dienstags und Freitags

Schönberg, den 11. Oktober
1887
siebenundfünfzigster Jahrgang
Preis vierteljährlich 20 Schilling (Mecklenburg) jährlich 1Mark (Lübeck) 32Schilling (Mecklenburg).
Jahrgang
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[ => Original lesen: 1887 Nr. 79 Seite 1]

           Es wird hiedurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß das Verweilen der hiesigen Handwerkslehrlinge auf den Straßen von neun Uhr Abends ab, bei einer Geldstrafe bis zu 30 Mark, event. drei Tagen Haft, hiedurch verboten wird.
Die Handwerksmeister haben auf die genaue Befolgung dieser Verfügung zu sehen und sind die Polizeibeamten angewiesen, jeden Lehrburschen, der sich nach neun Uhr Abends auf der Straße betreten laßt, Zwecks seiner Bestrafung zur Anzeige zu bringen.
Die resp. Lehrherren haben ihre Lehrburschen von dieser Verfügung in Kenntniß zu setzen.
Schönberg, den 28. September 1887.

Großherzogl. Mecklb. Landvogtei des Fürstenthums Ratzeburg.
F. Graf Eyben.


In diesem Herbst erfolgt zum erstenmal die Ergänzung des Heeres für die seit dem 1. April erhöhte Friedensstärke in regelmäßiger Weise, insofern als nunmehr dauernd eine größere Rekrutenquote, welche ein Mehr von ungefähr 14 000 Mann beträgt, zur Einstellung gelangt.
Die Beilegung des Grenz=Zwischenfalls. Der deutsche Botschafter Graf Münster hat am 7. Oct. Nachmittags dem Minister des Auswärtigen in Paris, Herrn Flourens, einen Cheque über fünfzig Tausend Mark auf das Haus Erlanger in Paris überreicht, welchen Betrag die deutsche Reichsregierung der Wittwe des erschossenen Brignon als Entschädigung gewährt hat. Gleichzeitig hat Graf Münster eine Note übergeben, worin der Ausdruck des größten Bedauerns wiederholt und hinzugefügt wird, daß die Schuldfrage des Jägers Kaufmann der Entscheidung des Gerichtes unterliege.
Der italienische Ministerpräsident Crispi hat sich einem Zeitungsschreiber in Frankfurt a. M. gegenüber mit schätzenswerther Offenheit über die jüngste Friedrichsruher Begegnung ausgesprochen. Es sind keinerlei besondere Abmachungen getroffen, aber Italien, das dem Zweikaiserbündniß beigetreten ist, hält daran unentwegt fest. Das ist auch vollkommen genug und in Paris und Petersburg wird man die Bedeutung dieser Worte völlig zu würdigen wissen. Italien will kein Feind der französischen Republik sein; aber als Glied des centraleuropäischen Friedensbündnisses kann es Frankreich niemals näher treten. Was Rußland betrifft, führte der Minister eine noch viel deutlichere Sprache. Italien kann nicht dulden, daß das Mittelmeer durch den Fall Konstantinopels an Rußland zu einem russischen See wird, und wird deshalb Seite an Seite mit Oesterreich dem Vordringen Rußlands auf der Balkanhalbinsel entgegentreten. Wenn Fürst Bismarck diesen entschiedenen Gegner der russischen Politik zu sich nach Friedrichsruhe lud, so hatte das jedenfalls seinen ganz besonderen Zweck, und Alexander III. in Fredensborg bei Kopenhagen wird sich eingestanden haben, daß er für diesmal doch nicht früh genug aufgestanden ist. Der neueste russische Vorschlag, der abermals von der Entsendung einer Deputation nach Bulgarien redet, wird deshalb auch mit vielsagendem Achselzucken aufgenommen werden.
Der Italiener Crispi hatte drei Sekretäre zur Unterredung mit dem Fürsten Bismarck mitgebracht ein Zeichen, daß nicht nur allgemeine Gedanken ausgetauscht worden sind, sondern schriftliche Abmachungen stattgefunden haben. Von einer diplomatischen Vermittlung zwischen dem Königreich Italien und dem Papst und von einer Rückgabe Roms an den letzteren war schwerlich die Rede. König Humbert hat schon vor einiger Zeit geäußert: "An Rom darf man nicht rühren." Bismarck wird schwerlich die Finger zwischen dieses Nesselkraut stecken, von dem er einst sagte: Hüt' dich, Jung, 's sind Nesseln d'ran! - Es ist die empfindlichste Stelle des italienischen Volkes. - Jetzt erfährt man auch, daß Fürst Bismarck Crispi nach Friedrichsruh eingeladen hat. Diese Einladung erfolgte, nachdem ihm Crispi zu seinem Jubiläum gratulirt hatte.
Bismarcks Organ, die "Nordd. A. Z." die wohl am besten über Friedrichsruh unterrichtet ist, feiert mit warmen Worten die Zusammenkunft des Reichskanzlers und Crispi's als einen neuen Beweis der alterprobten Freundschaft beiderseitiger Herrscher und Völker und ihrer friedlichen Bestrebungen. Der Besuch Crispi's ergab die volle Uebereinstimmung der beiden Staatsmänner in der Entschlossenheit, vereint mit Oesterreich den Frieden zu erhalten, einen europäischen Krieg nach Möglichkeit zu verhindern und im Falle der Nothwendigkeit gemeinsam abzuwenden.
Crispi hat schon 1870, als der Krieg mit Frankreich vor der Thüre stand, Deutschland einen wichtigen Dienst geleistet. Victor Emanuel, der mit Napoleon verschwägert war und große Sympathien für Frankreich hatte, war entschlossen, ihn zur Hülfe zu ziehen. Auch die Minister waren dafür. Da wandte sich Bennigsen (und einige andere) an Crispi, der schon damals großen Einfluß hatte, und ersuchten ihn, Italien vom Krieg zurückzuhalten. Und es gelang ihm, indem die ganze Linke des Parlaments auszutreten drohte, wenn die Regierung mit Frankreich gemeinschaftliche Sache mache. Als Deutschland siegte, marschirte das italienische Heer nach Rom und machte dieses zu seiner Hauptstadt.
Gerüchte wollen wissen, auch der englische Minister Lord Salisbury werde Bismarck in Friedrichsruh aufsuchen.
Auch die gesammte englische Presse begrüßt aufs freudigste die nunmehr offenkundige deutsch=

[ => Original lesen: 1887 Nr. 79 Seite 2]

österr.=italienische Allianz und hoffte diese werde mit Zutritt oder Unterstützung Englands den europäischen Frieden absolut auf lange Zeit sichern.
Aus London meldet man, die Entrevue Bismarck=Crispi führte zu einem schriftlichen Defensiv=Bündniß zwischen Italien, Deutschland und Oesterreich; Italien erhalte freie Hand im Mittelmeer, könne bei einem Zerwürfniß mit Frankreich oder Rußland auf die Unterstützung Oesterreichs und Deutschlands zählen, muß aber auch mit seiner Armee und Flotte letzteren Mächten beistehen, falls sie derselben bedürfen.
Der am 3. Oktober 1807 erfolgte Eintritt des Kaisers Wilhelm in die Armee war der Gegenstand einer Gedenkfeier, welche am achtzigsten Jahrestage in Memel veranstaltet wurde. Morgens war Militärreveille. Am Vormittag begaben sich Militär, Vereine und Gewerke zum Festgottesdienst in die Johanniskirche, worauf ein Umzug durch die reichgeschmückte Stadt folgte. Am Nachmittag war großes Festdiner.


- Als Kaiser Wilhelm kürzlich die Bahnstation Börssum (Magdeburg=Holzminden) passierte, wurde ihm dort der Thee in demselben Geräth von jüchtenberger Porzellan gereicht, aus welchem seine Eltern Friedrich Wilhelm III. und Luise im Jahre 1806 in diesem Hause tranken, als sie nach den unglücklichen Schlachten bei Jena und Auerstedt sich nach dem Osten des Königreichs zurückziehen mußten. Der Kaiser war sichtlich gerührt, als ihm dies mitgetheilt wurde. Das Geräth ist jetzt im Besitz des Bahnhofswirths Dieckmann in Börssum.
- In Hamburg ist Carl Hagenbeck, der Vater des bekannten Thierhändlers und Veranstalters von Ausstellungen überseeischer Völkerstämme im Alter von 77 Jahren gestorben. Der Verstorbene hatte als Besitzer einer ursprünglich unbedeutenden Menagerie den Grund zu den großartigen Unternehmungen gelegt, durch die sich sein Sohn einen Weltruf erworben hat. Seit langen Jahren hatte er von den Geschäfte zurückgezogen lebt.
- Das Schwurgericht zu Lübeck verurtheilte am 3. October den Pastor Holm aus Neuenkirch wegen Unterschlagung amtlicher Gelder zu 5 Jahren Gefängniß und auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf gleiche Dauer. 4 Monate der erkannten Strafe sind als durch die Untersuchungshaft verbüßt angesehen. Am 6. d. M. wurde die Wittwe Mäckelburg, eine 70jährige Frau, wegen Kindesmordes zum Tode und deren Schwiegertochter, Frau Schieveck, wegen Beihülfe zu 4jähriger Zuchthausstrafe verurtheilt. Die Frauen hatten das Kind der Schieveck erstickt.
- In Elberfeld erschoß sich ein Maurer in einem Restaurant in Gegenwart aller Gäste, nachdem er vorher noch kaltblütig gesagt: "Passen Sie auf, meine Herren, es erschießt sich jemand!"
- Der bayerische Prinz=Regent Luitpold hat dem Premierminister von Lutz zu seinem zwanzigjährigen Minister=Jubiläum einen prächtigen Blumenstrauße überreichen lassen. Die Königin=Mutter erschien am Montag zum ersten Male seit langen Jahren wieder öffentlich am offenen Fenster neben dem Regenten beim Vorüberzug der Schützen. Die Menge begrüßte beide mit lauten Hochrufen.
- Von Donnerstag ab begann in München die Abgabe der Repetiergewehre an die dortigen Infanterie=Truppentheile.
- Die bayerische Armee hatte diesmal einen Zugang von einjährig Freiwilligen wie dieser zahlreicher noch nie da war; so hatten sich beim Münchener Infanterie=Regiment 250 zum einjährigen Dienste berechtigte zum Eintritte angemeldet, von welchen jedoch nur 170 angenommen werden konnten.
- In einem Gasthause an der Sendlingerstraße zu München wurden am Montag morgen von boshafter Hand die sämtlichen Stiefel der zahlreich dort übernachtenden Landleute verwechselt und durcheinander geworfen, so daß es lange Zeit dauerte, bis jeder derselben das ihm gehörige Paar in Besitz hatte. Natürlich fehlte es dabei nicht an vielen Püffen und furchtbarem Lärm.
- Die Schlösser Linderhof und Hohenschwangau (Neuschwanstein) werden am 16. Oktober, das Schloß Herrenchiemsee am 31. Okt. für den allgemeinen Besuch geschlossen.
- Auf der Octoberwiese in München ist eine landwirthschaftliche Ausstellung veranstaltet, daß jedem Landwirth das Herz im Leibe lachen muß. Es sind 389 Stück Hornvieh, nach Kreis, Schlag, Farbe und Alter getrennt und die prächtigsten Exemplare, die je auf Bayerns Boden gezüchtet wurden. Allgemeine Aufmerksamkeit erregen auch die Molkereigeräthschaften und landwirthschaftlichen Maschinen.
- Auf einem der letzten Hofbälle bemerkte man allseits, daß Langenbeck sich in auffallender Weise der Gesellschaft der jüngsten Gardeoffiziere anschloß. Einem Prinzen des kaiserlichen Hauses, der den berühmten Arzt darüber befragte, sagte Langenbeck mit pfiffiger Miene: "Hoheit ich will etwas lernen. Ich behandle gegenwärtig eine wunderschöne junge Frau, die mir zu Ehren die allerreizendsten Schlafröcke täglich ins Gefecht führt. Ich möchte ihr nun einmal ein Kompliment über ihre Toilette machen, und da will ich die Herren Gardeoffiziere belauschen, wie sie das anstellen."
- Das in Marburg garnisonirende Jägerbataillon Nr. 11. kann in Wahrheit ein Bataillon der Einjährigen genannt werden, denn es wurden am 1. d. Mts. nicht weniger als 107 Einjährig=Freiwillige, wohl durchgängig Studenten, in dasselbe eingestellt.
- Der günstige Vorsommer hat prächtige Trauben zur Entwicklung gebracht. Ein Riesenexemplar einer Traube wurde diese Woche in Bergen bei Frankfurt a. M. abgeschnitten; dieselbe wog nicht weniger als vier Pfund.
- Eine achtzigjährige alte Frau in Berlin, die äußerlich kümmerlich lebte, hat bei ihrem Tode ihren Verwandten große Ueberraschung bereitet. Man fand 15 000 Thaler baar Geld, außerdem ist die "arme Alte" Hausbesitzerin in Mecklenburg gewesen.
- Ein Pistolenduell hat in Straßburg zwischen einem Rittmeister und einem zur Reserve entlassenen Einjährig=Freiwilligen stattgefunden. Der Rittmeister wurde von einer Kugel im Oberschenkel verwundet.
- Nach einer Meldung der "Patria del Friuli" hat Kaiserin Elisabeth von Oesterreich dem Papste als Jubiläumsgeschenk eine Tiara übersendet, deren Werth man auf 340 000 Fl. schätzt; dieselbe ist über und über mit kostbaren Edelsteinen geschmückt.
- Die ungarische Regierung streicht den Feldmeß=Beamten 10 Prozent ihres Gehaltes ab, wodurch eine Ersparung von einigen Millionen erzielt wird.
- Die Festung Modlin in Rußland wird mit der Festung Warschau vereinigt und beide Festungen werden zusammen eine Lagerfestung für 250 000 Soldaten bilden. Die Vereinigungserdarbeiten werden eiligst durch Pioniere vorgenommen. Die Festung Ivanogrod wird gleichzeitig zur Lagerfestung auf 120 000 Mann umgestaltet.
- Zar Alexander hat sich dieser Tage in Fredensborg als August der Starke aufgespielt. Zu einem Taschenspieler, der seine Kartenkunststücke zum Besten gab, sagte er: "Ich will auch eins zeigen!" Er nahm ein ganzes Spiel Karten und riß es mit einem Griff mitten entzwei.


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[ => Original lesen: 1887 Nr. 79 Seite 3]

Anzeigen.

Antragsmäßig soll über die zu Ziethen sub Nr. XII belegene Käthnerstelle c. p. des Detlef Schmidt daselbst ein Hypothekenbuch niedergelegt werden, und werden daher alle Diejenigen, welche Realrechte an diesem Grundstücke zu haben vermeinen und deren Eintragung in das niederzulegende Hypothekenbuch verlangen, zu deren Anmeldung auf

Donnerstag, den 22. December d. J.,
Vormittags 10 Uhr

peremtorisch und unter dem Nachtheil hiemit aufgefordert, daß alle nicht angemeldeten und von der Anmeldungspflicht gesetzlich nicht ausgenommenen Realrechte an dem proclamirten Grundstücke sowohl gegen den jetzigen als auch die künftigen Besitzer desselben erloschen sein sollen.
Ausgenommen von der Meldungspflicht sind jedoch diejenigen Gläubiger, welche ihre Forderungen auf einem, mit dem Siegel des Gerichts versehenen, vor dem Liquidations=Termin vorzulegenden und von ihnen zu unterzeichnenden Postenzettel vollständig und richtig aufgeführt gefunden haben.
Schönberg, den 5. Oktober 1887.

Großherzogliches Amtsgericht.
G. Horn.

A. Dufft.         


Zur Feier des Geburtstages Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs

findet am Montag, den 17. d. M. Nachmittags 4 Uhr in meinem Saale

ein Diner
statt, wozu ich mir erlaube hierdurch ergebenst einzuladen.
Preis à Couvert 3 Mk.

Anmeldungen erbitte bis Sonnabend, den 15. d. Mts.

                                                    L. Spehr.


Am 16. und 17. Oktober d. J. findet bei mir
ein Scheibenschießen
nach guten Gewinnen statt, wozu ergebenst einladet.                          
H. Wittfoth, Duvennest.
Am 17. October: Ball.


Sonntag, den 9., Montag, den 10. und während der Markttage:

Große
Musikalische Unterhaltung,
der beliebten Kamm'schen Sängergesellschaft.
Um zahlreichen Besuch bittet ergebenst                                                    
                                                    Joh. Krüger.


Einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige daß ich den Schönberger Markt mit einer sehr großen Auswahl

Schuhwaaren
für Herren, Damen und Kinder

besuchen werde.

Mein Stand ist vor der Apotheke.
                                                    Hochachtungsvoll
                                                    J. Schleuß, Lübeck.


Die Herren Hauswirthe in der Nähe Schönbergs bitte ich hierdurch freundlichst, mir bei der Anfuhr von Mauersteinen zu meinem Viehhause behülflich zu sein und die Mauersteine, welche an dem Hafen zu Schönberg stehen und mit "Rabensdorf" bezeichnet sind, anzufahren.
Rabensdorf, den 10. October 1887.

                                                    Rieckhoff.


Empfehle bestens:                                                    
Marienthaler Tafelbier
in Flaschen à 15 Pfennig.
Marienthaler Lagerbier
in Flaschen à 12 Pfennig.
                                                    J. H. Freitag.


Empfehle mich zu den bevorstehenden Markttagen mit einer Auswahl gut und sauber gearbeiteter

Korbwaaren

zu äußerst billigen Preisen. Aufträge werden daselbst gerne entgegen genommen.

                                                    J. Oldenburg, Korbmacher.
                                                    Lübeck.


Auf dem Wege von Schlutup bis Schönberg sind am 30. September

zwei Medaillen

verloren worden. Da dieselben ein Andenken sind, wird dringend ersucht, dieselben abzugeben bei Tischler Borschel zu Schönberg.


Zum 1. November oder sofort Meiereimädchen, Knechte, Lehrlinge
für billige Spesen. Erbitte Aufträge.                                                    
J. Reedwisch, Untertrave 64 Lübeck.


Zum 1. November:
Ein tüchtiges Mädchen

für häusliche Arbeit und Wäsche; ebendaselbst ein Mädchen bei Kindern, das waschen und etwas plätten kann.

                                                    Frau C. Abels.
                                                    Lübeck, Königstraße 113.


Suche zum 24. October oder später für das Gut Moltenow

ein junges Mädchen

zur Erlernung der Wirthschaft und Meierei.
Kostgeld 150 Mk. Näheres ertheilt W. Wittholz, Moltenow bei Mühleneichsen.


Zu Ostern 1888
habe ich in dem Hause Nr. 35 eine an der Marienstraße belegene Wohnung von Stube, Kammer, Küche, Bodenraum und Holzplatz zu vermiethen.

                                                     Sattler Baer.


Zahnschmerzen aller Art werden selbst wenn die Zähne angestockt sind, augenblicklich durch den berühmten Indischen Extract beseitigt. Dieses Mittel hat sich seiner Unübertrefflichkeit wegen einen Weltruf erworben und sollte daher in keiner Familie fehlen. In Fl. à 50 Pfg. im Alleindepot für Schönberg bei

                                                    Emil Jannicke, Bandagist.


Zur Deckung der Brandschäden, Unterhaltung der Spritzen und zur Bestreitung der Verwaltungskosten ist für das laufende Jahr ein Beitrag von für Cl. Ia. 10 Pf., Cl. Ib. 12 Pf., Cl. II. 16 Pf., Cl. III. 20 Pf. für je 100 M. Versicherungssumme erforderlich. Die Hebungstage werden den Ortschaften noch besonders bekannt gemacht.
Schönberg, den 7. Oktober 1887.

Die Direction der Feuer=Versicherungs=Gesellschaft im Fürstenthum Ratzeburg.
C. J. W. Burmeister.         F. Stüve.


Nachdem mir von den Vormündern der Schmied Hund'schen Minorennen die in der Siemzerstraße 144 belegene Schmiede verpachtet worden ist, empfehle ich mich den geehrten Bewohnern der Stadt und des Landes mit allen in dem Schmiedehandwerke vorkommenden Arbeiten, prompte Bedienung und billige Preisberechnung versprechend.

Schönberg.                                                     Hochachtungsvoll
                                                                        Georg Stein.


Am ersten Marktage, Dienstag, den 11. ds. fahre ich mit meinem Omnibus:
      von der "Neuen Welt" 10 Uhr morgens
      und der "Neuen Welt"   1 Uhr nachmittags
                 von Schönberg 12 Uhr abends.

                                                    L. Schütt.


[ => Original lesen: 1887 Nr. 79 Seite 4]

Der diesjährige Geburtstag Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs wird seitens des Kampfgenossen= und Kriegervereins hieselbst durch einen am Sonntag, den 16. October d. J. im neuen Boye'schen Saale stattfindenden

großen Festball

gefeiert werden. Auch Nichtmitglieder dieser Vereine haben Zutritt. Beginn des Balles um 7 Uhr Abends. Kameraden beider Vereine zahlen zu diesem Balle für sich, ihre Frauen und Töchter kein Entree, während Nichtmitglieder, jeder Herr 1 Mk. und jede Dame 50 Pf. Eintrittsgeld zu entrichten haben.
Schönberg, den 8. October 1887.

Die Vorstände
des Kampfgenossen= und Krieger=Vereins.


Vielfach Prämiirt.                                                                               Vielfach Prämiirt.

Pulverfabrik Rottweil-Hamburg in Hamburg

offerirt als Specialität den Herren Interessenten ihre unter Verwendung der vorzüglichsten Materialien, sowie auf Grund eingehendster Versuche selbst hergestellten

geladenen Jagdpatronen.

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Bützow i. M. Wilh. Schmidt.
Demmin i. M. F. Zlotowski.
Doberan i. M. Otto Redelstorff.
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Fürstenberg i. M. C. Peters.
Geesthacht J. H. Hegge & Cie.
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       Lübeck Grevsmühl & Riesland.
Lübeck C. A. Fischer & Sohn.
Malchin i. M. A. Schmidt.
Malchow i. M. H. Rättig.
Neubrandenburg H. Greve.
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Oldesloe i. Holstein P. Suhr.
Pasewalk R. Noffke.
Penzlin i. M. Fr. Schütt.
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Ratzeburg H. Ohst.
Röbel i. M. A. Thiemann.
       Rostock i. M. L. F. Hagen.
Schönberg i. M. C. Schwedt.
Schwerin i. M. L. Bötefür.
Stavenhagen i. M. J. H. Seemann.
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Anmeldungen zum Eintritt und Beiträge nimmt bis zum 31. Oktober entgegen.

                                                    L. Spehr.


Auf Hof Mechow wird zu sogleich                                            
ein unverheiratheter Pferdeknecht
und zu Ostern                                                    
mehrere Tagelöhner in Wohnung
gesucht.                                                    


Getreide=Preise in Lübeck.
[Tabelle siehe im Abbild der Originalseite]


Markt=Preise in Lübeck.
[Tabelle siehe im Abbild der Originalseite]


Der heutigen Nummer unserer Anzeigen liegt eine Beilage der Damen= und Kinder=Mäntel=Fabrik von M. Jacoby aus Lübeck bei, worauf wir unsere verehrten Leser besonders aufmerksam machen.


Hierzu eine Beilage.


Redigirt, gedruckt und verlegt von L. Bicker in Schönberg.


[ => Original lesen: 1887 Nr. 79 Seite 5]

Beilage
zu Nr. 79 der Wöchentlichen Anzeigen für das Fürstentum Ratzeburg.
(Schönberger Anzeigen.)
Schönberg, den 11. October 1887.


Amerikanische Viehzucht=Gesellschaften.

Als die Schotten im Jahre 1880 die erste Viehzucht=Gesellschaft in Amerika gründeten, folgte ihrem Beispiele etwa ein Dutzend anderer, mit einem Kapitale von nahezu 50 Millionen Mark ausgerüsteter Gesellschaften, welche vereint im Sturmlauf den europäischen Fleischmarkt zu erobern gedachten. Allerdings waren auch die Verhältnisse ganz dazu geschaffen, eine solche übermächtige Concurrenz ins Leben zu rufen. Die Rinder der Gesellschaften weideten nicht nur auf den eigenen spottbilligen Ländereien, sondern auch auf noch nicht verkauftem Staatsbesitze, dessen man sich mit der den Amerikanern eigenen Unbekümmertheit zu ganzen Quadrat=Meilen bemächtigte. Dort nährten sie ihre Viehherden, während die Landbarone den kleinen Ackersmann sich dort nicht ansiedeln ließen. Trotz dieser günstigen Produktionsverhältnisse hat sich die Unmöglichkeit der Concurrenz mit europäischen Viehzüchtern doch herausgestellt. Der Rückgang der amerikanischen Gesellschaften erklärt sich daraus, daß das in Büchsen verschickte Pökelfleisch nur zu sehr niedrigen Preisen Abnehmer fand und das in gefrorenem Zustande verladene frische Fleisch bürgerte sich nicht ein, während der Seetransport lebenden Rindviehs in den Monaten mit kaltem stürmischem Wetter überhaupt nicht ausführbar ist. In Folge dieser höchst ungünstigen Absatzverhältnisse auf dem europäischen Markte rentiren diese Unternehmungen von Jahr zu Jahr weniger. 1883 betrug die Dividende von 11 Compagnien 5 - 20 1/2 Prozent, 1886 aber zahlten 9 Gesellschaften keine, eine 4 und eine 5 Prozent Dividende. Heute sind an dem Aktienkapital ca. 30 Millionen verloren und die Aktien für 1/2 bis 1/3 zu kaufen. Unter solchen Verhältnissen darf man überzeugt sein, daß den Engländern und Amerikanern die Luft zur Gründung neuer Viehzucht=Gesellschaften gründlich vergangen ist, dies um so mehr, als die schöne Zeit Amerikas, Viehzucht mit zum großen Theil kostenfreiem Futter zu treiben, mit reißender Schnelligkeit zu Ende geht. Nach den durchaus zuverlässigen Mittheilungen der Zeitschrift des preußischen statistischen Büreaus über die deutsche Einwanderung nach den Vereinigten Staaten wird bereits um 1890 herum der Zeitpunkt eintreten, in welchem kein anbaufähiges freies Land für Heimstätten in der Union mehr übrig ist. Obwohl von diesem Zeitpunkt an aller Wahrscheinlichkeit nach in der jährlich 1,200,000 Seelen betragenden Zunahme der Bevölkerung Amerikas ein Rückschlag eintreten wird, so ist doch mit Sicherheit anzunehmen, daß von jenem Augenblick an die Landpreise bedeutend steigen, die Viehzucht teurer wird und damit auch ein Umschwung in den Getreidepreisen eintritt.
So erfreulich es nun ist, daß unsre deutsche Landwirthschaft die amerikanische Concurrenz siegreich bestanden hat, so darf doch auch nicht außer Acht gelassen werden, daß die wohlwollende Rücksichtnahme der deutschen Reichsregierung und des Reichstags auf die Landwirthschaft zu diesem Ergebniß viel beigetragen hat.


-Aus Berlin schreibt Hans Thunichtgut: Vielleicht wirds bei Ihnen auch schon gepfiffen, das Lied, das Steine erweichen, Menschen rasend machen kann:
                        "Fischerin, du kleine,
                        Fahre nicht alleine,
                        Fahre nicht im Sturmgebraus
                        In das wilde Meer hinaus.
Eines schönen Morgens wachte Berlin auf und hat ein neues Straßenlied. Da existirt hier ein musikgewandter Komponist, der L. Waldmann heißt. Früher lebte er recht und schlecht in Breslau als Inhaber einer kleinen Singspielhalle, nach welcher Abends junge Leute hingingen, um sich von ausgesungenen Kehlen ein paar Lieder vorgröhlen zu lassen. Der Bequemlichkeit halber komponirte sich Waldmann diese Lieder für sein Institut selbst, und kam er auf den Einfall, daß sein Talent eigentlich in eine größere Stadt gehöre, als Breslau ist. Er wanderte nach Berlin aus, dem Ziele aller strebenden Genies, und hier gelang ihm überraschend schnell der große Wurf. Eines Tages war er der König aller Gassenhauer= und Straßen=Komponisten, ebenso wie der Dichter Queve in Berlin der moderne Schiller für die Dienstboten und das kleine Vorstadt=Publikum ist. Nachdem Waldmann so launig für die Straße komponirt hatte, plagte ihn endlich der Ehrgeiz, auch auf dem Theater sich zu verfügen, und jetzt läuft Berlin nach dem Walhalla=Theater um dort seine erste Operette "Incognito" sich anzuhören. Alle Zeitungskritiker konstatiren, daß das leichte Ding völlig dumm und bühnen=unbrauchbar ist. Alle Besucher erzählen aber gleichzeitig, daß trotz der schrecklichen Dummheit des Textes und der hohlsten Oberflächlichkeit der Melodie das Publikum an einzelnen Stellen vor Beifall tobte. Doch ich wollte ja erwähnen, welche Honorare Waldmann aus dem eigenen Betrieb seiner Straßenlieder ungefähr zieht. Da wurde erzählt, daß er mit dem "Schunkelwalzer" ungefähr 80 000 Mk. verdient habe. Das war eine Melodie, die in allen Kneipen gesungen wurde, indem Männlein und Weiblein, bekannt und unbekannt, auf ihren Sitzen dicht an einander rückten und unter lautem Mitsingen nach dem Takte der Musik den Oberkörper bewegen. Das hieß "schunkeln!" Von Kennern wird behauptet, daß er ferner mit seiner schon erwähnten "kleinen Fischerin" bereits rund 90 000 Mk. verdient habe. Alles in Allem wird geschätzt, daß er sich mit seinen kleinen Straßenliedchen in dem kurzen Zeitraum einiger Jahre ein Vermögen von mindestens 200 000 Mk. - sage zweihundertausend Mark! - zusammengeschrieben habe. Und da sage man noch, daß die Musik eine brotlose Kunst sei, oder gar, daß der Gassenhauer keinen goldenen Klang besitze!
- Einem kleinen Wirth in der Nähe des Kurortes Tarasp waren von einem Bären zwei Ziegen und eine Kuh gerissen worden und er jammerte gewaltig. Der berühmte Tiermaler Meyerhein aus Berlin hörte davon, setzte sich hin und malte auf einen Kistendeckel einen Bären in Lebensgröße mit einem Bierseidel und einer Weinflasche und schickte es dem Berauben als Wirthshausschild. Das Bild wurde ausgestellt und brachte dem Wirth von den Tarasper Kurgästen eine große Einnahme. Aus weiter Umgegend kommen die Leute, um das neue Schild zu sehen und wacker zu zechen.
- Dieser Tage wurde durch Warschau ein prächtiger Hengst transportiert, der bei Gelegenheit des neulichen 25jährigen Ministerjubiläums des Fürsten Bismarck demselben von dem Eigenthümer der Dörfer Zardyce und Czartowin in Wolhynien, Namens Moschner, zum Geschenk gemacht wurde. Der Hengst ist angloarabischer Rasse und war schon bei seiner Geburt zum Geschenk für den eisernen Kanzler bestimmt, weshalb auch er den Namen "Eisenpferd" erhielt.
- Ein kleines Wunder. Hermine Hild, Tochter eines wiener Polizeibeamten, war am dritten Tage nach ihrer vor neun Jahren erfolgten Geburt an Augenentzündung erkrankt, die zur Folge hatte, daß das Kind am rechten Auge erblindete. In der Augenklinik wurde den Eltern vorgeschlagen, an ihrem Kinde eine Operation vornehmen zu lassen, in welche sie jedoch nicht willigten. So blieb das Mädchen durch volle neun Jahre auf dem einen Auge erblindet. Letzten Freitag nun legte sich Hermine unter Klagen über heftige Kopfschmerzen zeitiger als sonst zu Bette. Am anderen Morgen wachte das Kind mit einem Freudenschrei auf. Sie warf sich den herbeigeholten Eltern an den Hals und jubelte: "Vater, Mutter ich seh' mit dem rechten Aug' auch." Herr Hild wollte anfangs da=

[ => Original lesen: 1887 Nr. 79 Seite 6]

ran nicht recht glauben und stellte, das linke Auge bedeckend, das rechte Auge des Kindes durch einen vorgehaltenen Gegenstand auf die Probe, welche Hermine zum Entzücken ihrer Eltern vortrefflich bestand. Von besonderem Interesse ist dieser Fall sowohl für Laien als auch Mediziner schon aus dem Grunde, weil Professor Arlt sen. seinerzeit die stete Erblindung auf dem Auge diagnosticirt haben soll.
- Eine auffallende Erscheinung ist es, daß nicht wenige Leute, die heiter angelegt sind und deren Lebensberuf es ist, Viele heiter und lustig zu machen, im Irrenhaus sterben. Die beiden neusten Beispiele sind der humoristische Schriftsteller Berg und der Komiker Matras in Wien. Beide starben kurz nach einander als unheilbare Geisteskranke.


Ein Herz von Gold.
Eine Geschichte aus dem wendischen Volke
von Heinrich Penn.
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)


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