No. 102
Die Anzeigen erscheinen wöchentlich zweimal.
Dienstags und Freitags

Schönberg, den 24. Dezember
1878
achtundvierzigster Jahrgang
Preis vierteljährlich 20 Schilling (Mecklenburg) jährlich 1Mark (Lübeck) 32Schilling (Mecklenburg).
Jahrgang
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[ => Original lesen: 1878 Nr. 102 Seite 1]

Des Weihnachtsfestes wegen erscheint die nächste Nr. der Anzeige am Dienstag den 31. Decbr.


Politische Rundschau.

Deutschland. Dem Kaiser Wilhelm sind gelegentlich der Wiederübernahme der Regierungsgeschäfte nicht weniger als 600 Bitt= und Gnadengesuche eingegangen, von deren Prüfung es abhängen wird, in wie weit eine Berücksichtigung erfolgen kann.
Im 3. Quartal d. J. sind bei dem Reichseisenbahnamt 88 Beschwerden des Publikums über deutsche Eisenbahnverwaltungen, ausschließlich der baierischen, eingegangen. Davon beziehen sich 30 auf den Personen=, 43 auf den Güterverkehr, 15 auf andere Gegenstände. Von den Beschwerden wurden 30 Eisenbahn=Verwaltungen belastet.
Die Bundesrathsausschüsse für Seewesen Handel und Verkehr beantragen die Zustimmung des Bundesrathes zu der Ausdehnung des im Jahre 1841 zwischen Preußen, Großbrittanien, Oesterreich und Rußland abgeschlossene Vertrages wegen Unterdrückung des Sklavenhandels auf das deutsche Reich.
Der Braunschweiger Landtag hat den Veltheim'schen Antrag, worin das Staatsministerium ersucht wird, Maßregeln in Erwägung zu ziehen, damit im Falle der Thronerledigung die in der durch die Reichsverfassung verbürgten Selbständigkeit des Landes inbegriffene ordnungsmäßige Verwaltung vor Störungen gesichert werde und die in dieser Beziehung für zweckmäßig erachteten Vorlagen baldthunlichst an die Landesversammlung gelangen zu lassen - einstimmig angenommen.
Schweiz. Die Angriffe hauptsächlich der spanischen "Epoca" auf das Fortbestehen des Schweizerischen Asylrechts für politische Flüchtlinge, sowie die beistimmenden Auslassungen vieler anderer Zeitschriften über den Mißbrauch, der mit jenem Asylrecht getrieben werde, und die Gerüchte, das zwischen mehreren Großmächten Verhandlung über Stellung von Anträgen auf Aufhebung desselben gepflogen würden, scheinen nicht eindrucklos an dem Schweizerischen Bundesrath vorüber gegangen zu sein. Derselbe hat, wie man der "Voss. Ztg." aus Bern schreibt, an die Kantonsregierungen ein Cirkular gerichtet, worin er erklärt, daß er auf der einen Seite keineswegs geneigt sei, das Asyl politischer Flüchtlinge, wie es bisher gewährt worden, zu schmälern, jedoch auf der andern Seite auch entschlossen sei, jeder Thätigkeit solcher Flüchtlinge, sei es durch Schrift oder Wort, wodurch die freundschaftlichen Beziehungen der Schweiz zu anderen Staaten gestört werden können, entgegen zu treten. Der Bundesrath will den Kantonsregierungen von Zeit zu Zeit Verzeichnisse von Personen übersenden, die aus den Nachbarländern ausgewiesen sind, um ihre Thätigkeit, falls sie sich der Schweiz zuwenden kontrolieren zu können. Das Asylrecht wird also zwar aufrecht erhalten, den Flüchtlingen aber zur Pflicht gemacht, zu berücksichtigen, daß die Schweiz nur ein kleiner Staat ist, der über die Drohungen mächtiger Nachbarn sich nicht so ohne Weiteres hinwegsetzen kann.
Oesterreich. Großes Aufsehen macht eine Rede, die der Abg. v. Schönerer im Abgeordneten=Hause hielt. Er sagte darin nämlich, daß man in den deutsch=österreichischen Provinzen überall den Ruf vernehme: "Wenn wir doch schon zu Deutschland gehörten!" - Ebenso zieht die Aufflösung des "Lesevereins deutscher Studenten" die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich. Den Grund zur Auflösung gab der Umstand ab, daß der Verein denselben Tendenzen huldige, wie sie der obengenannte Abgeordnete der provinziellen Bevölkerung Deutsch=Oesterreich's nachsagt. Der Abg. v. Schönerer ist übrigens Ehrenmitglied des nunmehr aufgelösten Studenten=Vereins.
England. Die "Times" melden, Englands Protest gegen die Anwesenheit der russischen Gesandschaft in Kabul (Afghanistan) habe Erfolg gehabt. Man habe in Petersburg die sofortige Abberufung der Mission angeordnet; die betreffende Ordre wäre bereits abgegangen und werde in etwa drei Wochen in Kabul eintreffen.
Die militairische Commission, welche, aus europäischen Offizieren gebildet, den Auftrag hatte, die Abgrenzung Ostrumeliens von Bulgarien vorzunehmen, mußte unverrichteter Weise nach Constantinopel zurückkehren. Die drohende Haltung der bulgarischen Bevölkerung, welche sich nicht gutwillig "theilen" lassen will, sondern ihre "staatliche Einheit" anstrebt, veranlaßte die Herren, den Schauplatz der ihnen angewiesenen Thätigkeit schleunigst zu verlassen. Überhaupt scheinen die dortigen Zustände nicht sehr erbaulicher Natur zu sein.
Amerika. Endlich hat man in Zannesville Einen von der Bande abgefaßt, deren Specialität es ist, Leichen zu stehlen. Dieses Individuum hat umfassende Geständnisse abgelegt und auch viele seiner Komplicen angegeben. Unter den letzteren befinden sich auch Aerzte und Studenten.


- Die Leipziger Polizeibehörde hat kürzlich eine Belohnung von 200 M. ausgesetzt auf die Entdeckung des Schreibers einer Postkarte, die einem dasigen Einwohner zugegangen und worin derselbe mit einem Angriff auf sein Leben bedroht sei. Aus einer Mittheilung in den L. N. erfährt man, daß der Bedrohte kein anderer als August Bebel, der ihn Bedrohende aber seiner Unterschrift nach "ein Sozialdemokrat" ist. Als Grund der Bedrohung wird angegeben, daß Bebel "sich gegen früher nicht mehr als Socialdemokrat offen bekenne", sodann, daß er Hausbesitzer sei" und "während er Andere zum Theilen auffordere, dies selbst nicht thue." - Da trifft recht das Sprichwort ein: "Wer Wind säet, wird Sturm ernten" und "Wer Andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein."
- Der Ausbruch der Rinderpest ist auch in Stolzenhain bei Merseburg amtlich festgestellt worden. Die Regierungen mahnen die Viehbesitzer zur Vorsicht bei Vieheinkäufen.
- Die Herstellung der Postbriefmarken. Zur Herstellung der Briefmarken für das Deutsche Reich werden täglich nicht weniger als ein Centner Gummi arabicum und mächtige Ballen Papier verbraucht. Jeder Bogen hat Raum zu je 150 Marken, die in 15 Reihen zu je 10 Stück übereinander stehen. Die

[ => Original lesen: 1878 Nr. 102 Seite 2]

Bogen gehen nun zunächst in eine Preßmaschine, in welcher sie mit dem erhabenen Reichsadler bedruckt werden. Auf einen Schlag sind 150 Reichsadler fertig gesteht, denn die Presse enthält 150 vollständig gleichartige Adlerstempel aus Stahl. Aus diesen noch weißer nur mit dem Adler=Medaillon versehenen Bogen kann nun nach Belieben jede Sorte von Marken, Fünfzigpfennig= wie Dreipfennig=Marken hergestellt werden, je nach der Farbe und Aufschrift, welche man den Marken durch den jetzt folgenden Druck giebt. Bei der Farbendruckmaschine, die sich von den Druckpressen in nichts unterscheidet, kommt es vor Allem auf eine genaue Einstellung des Papiers an, damit nur der Rand gefärbt erscheint und der Adler in der Mitte weiß bleibt. Die dritte Procedur ist das Gummiren der Bogen. Zu diesem Zwecke geht der Bogen durch eine besondere Maschine, die auch nach dem Princip der Druckpressen eingerichtet ist. Ein Behälter spendet durch eine besondere Pinselbürste auf sehr gleichmäßige Weise den Klebestoff auf die Rückseite des Markenbogens, der nun in die Trockensäle wandert. Dort werden die einzelnen Bogen aufgehängt. Die Trockensäle sind warm und gut ventilirt. Dann hat der Markenbogen noch eine vierte Maschine zu durchlaufen, in welcher er mit Löchern versehen wird, welche jede einzelne Marke begrenzen und das Abreißen derselben erleichtern. Hierzu dienen feine Nadeln von Stahl. Dieselben nutzen bei den Millionen Marken, die sie zu durchlöchern haben, leicht ab und müssen oft ersetzt werden. Nach dieser Durchlöcherung ist der Markenbogen fertig. Riesweise zusammengestapelt, werden die Marken der Postbehörde überschickt.
- Eine Falschmünzerbande, welche Einmark= und Fünfmarkstücke anfertigte und hierfür ihre dienstwilligen Verbreiter hatte, und wie es scheint, schon seit längerer Zeit thätig war, ist durch die Gensdarmerie in Girsbach, einem hochgelegenen Schwarzwalddörfchen, entdeckt worden.
- Wie aus Göttingen gemeldet wird, hat sich dort unter den Studenten ein Verein gebildet, der den guten Zweck hat, dem übermäßigen Biertrinken entgegen zu wirken. Man glaubt, daß das für jede durstige Burschenkehle berechnete durchschnittliche Quantum von täglich 14 Schoppen doch mehr ist, als auch der flotteste Bruder Studio zu seines Leibes Unterhalt nöthig hat. - Wie man aus Hannover schreibt, ist auch dort ein derartiger Mäßigkeitsverein in der Bildung begriffen. Es muß also auch in den übrigen Kreisen der Provinz der alte Bierfürst Gambrinus zahlreiche Verehrer zählen. Vivat sequens!
- In einer Injurienklage einer Frau gegen ihren Ehemann wegen öffentlicher Beleidigung vermittelst einer Correspondenzkarte hat das preußische Obertribunal durch Erkenntniß vom 31. October d. J. folgende Rechtssätze ausgesprochen: 1) Beleidigungen des einen Ehegatten gegen den andern sind ebenso wie Beleidigungen Fremder unter einander nach den allgemeinen Bestimmungen des Strafgesetzbuches über Beleidigungen zu bestrafen. 2) Die Beleidigung vermittelst einer Correspondenzkarte ist stets als eine öffentlich zugefügte zu betrachten, ohne daß es einer Feststellung bedarf, daß ihr Inhalt in Wirklichkeit von einem Dritten gelesen worden.
- Das älteste Vorkommen von Eisen. Die ältesten Stücke von Schmiedeeisen, welche man kennt, sind wahrscheinlich die Sicheln, die von Belzonie unter der Basis der Sphynx in Kanak bei Theben gefunden wurden; die Klinge, welche Oberst Whyse in der großen Pyramide eingemauert fand, und das Stück einer Säge, welche Layard zu Nimrod ausgegraben hat. Diese Gegenstände befinden sich im britischen Museum. Sie beweisen, daß das Eisen und die Kunst es zu schmieden viel früher bekannt war, als man bis dahin angenommen hatte; daß dieselbe Anfangs geheim gehalten wurde und daß es Jahrtausende erforderte, bis es im allgemeinen Gebrauch, ja auch nur nach Europa kam. Asien ist also die Wiege des Eisens und des Stahles. Der erste Stab Damescener Stahl, von König Porus überreicht. Jahrhunderte lang übertrafen die chinesischen Rasirmesser jeden europäischen Stahl an Schneide und Dauerhaftigkeit.
- London bedeckt gegenwärtig einen Flächenraum von fast 3 deutschen []Meilen und hat nahezu 4,000,000 Einwohner darunter 100,000 Ausländer aus allen Ländern der Erde. Man behauptet, daß es in London mehr Katholiken gebe als in Rom, mehr Juden als in Palästina, mehr Irländer als in Dublin, mehr Schotten als in Edingburg. In London findet im Durchschnitt in je 5 Minuten eine Geburt in je 8 Minuten ein Todesfall statt.
- Abermals taucht ein neues Instrument zur raschen Tödtung einer großen Anzahl von Menschen auf. Ein ungarischer Uhrmacher, Joh. Virtz in Waitzen, hat - wie "Hon" berichtet - ein Gewehr erfunden und dem Kriegsministerium vorgelegt, mit welchem man in der Minute 40-50 Schüsse abgeben kann. Der Mechanismus basirt auf dem Prinzip eines Uhren=Schlagwerkes. Die Patronen sind durch Kettenglieder aneinander befestigt; die Handhabung soll sehr einfach sein.
- Der Interpellation der Centrumsfraction wegen Wiederherstellung der Wuchergesetze und Aufhebung der allgemeinen Wechselfähigkeit ist jetzt ein förmlicher Antrag gefolgt, welker demnächst das preußische Abgeordnetenhaus beschäftigen wird. Derselbe geht dahin, das Abgeordnetenhaus wolle beschließen: "Die königliche Staatsregierung aufzufordern, sofort eine eingehende und umfassende Ermittelung eintreten zu lassen, betreffs des Bedürfnisses und der Möglichkeit wirksamen legislativen Vorgehens gegen den überhand nehmenden Wucher und die damit zusammenhängenden schlimmen Folgen der allgemeinen Wechselfähigkeit.
- Aus Constantinopel kommen jetzt auch Berichte von kommunistischen Bewegungen. Menschenmassen durchziehen die Straßen mit rothen Fahnen, nach Brod schreiend. Zusammenstöße mit dem Militair haben schon stattgefunden. Das hat in der That noch gefehlt zu Vervollständigung der Unordnung und Aufregung der türkischen Hauptstadt sowohl, als in fast allen Provinzen ohnehin herrscht.
- Wie ein dem "Reuter'schen Bureau" aus Kreta zugegangenes Telegram vom 16. d. meldet, ist daselbst der Engländer Anderson, Oberintendant, ermordet worden.
- Aus Kurhessen. Ein merkwürdiger Fall ist vor einigen Tagen in dem Dorfe Ischwode vorgekommen. Ein nicht dedeutend erkrankter Bauer sollte plötzlich gestorben sein. Am Tage vor der Beerdigung gingen die erwachsenen Mitglieder seiner Familie früh Morgens zum Dreschen in die Scheune, und da steht der Verstorbene mit dem Dreschflegel in der Hand, um mitzudreschen. Alle erschracken über den vermeintlichen Geist so heftig, daß sie erkrankten. Der Bauer, der zwei Tage im Starrkrampf gelegen, war zu sich gekommen, und wollte seine gewohnte Arbeit wieder aufnehmen. Er ist wieder ganz gesund, aber jetzt besorgt um seine nicht unerheblich erkrankten Angehörigen.


             Zum Weihnachtsfest.

    Hell strahlt des Christbaums weihevolle Pracht,
Und stumme Andacht herrschet in der Runde,
Der Stern stieg auf der heil'gen Weihenacht
Und wieder tönt die alte frohe Kunde!

    Vom Himmel beuget sich der Engel Schaar
Und ihre Weisen dringen uns zu Herzen,
Das Licht der Welt erscheint, so wunderbar
Und strahlt hinaus durch Millionen Kerzen!

    Das Christkind naht und freud'ge Wonne zieht,
Getragen von des Festes Feierklängen,
Berauschend in ein jegliches Gemüth
Und klinget aus in freudigen Gesängen.

    Nur ein Gefühl beseelt uns alle heut,
Am schönsten Festestag von allen Festen,
Die Freuden, die die Weihenacht uns beut,
Eint Jung und Alt in Hütten und Palästen.

    Drum sei gegrüßt, du heilige Weihenacht,
Die einst das ewige Heil der Welt beschieden!
Es flammt der Baum, des Kindes Auge lacht! -
So bring uns auch den langverheiß'nen Frieden!


[ => Original lesen: 1878 Nr. 102 Seite 3]

Anzeigen.

In Sachen betreffend den Concurs über die Verlassenschaft des zu Lüdersdorf verstorbenen Halbhufners und Zieglermeisters August Winkenwerder wird, nachdem die erforderlichen Sicherheitsmaßregeln getroffen, mittelst des gegenwärtigen Proclams ein Liquidations=Termin auf

Freitag den 24. Januar 1879
Vormittags 11 Uhr

vor dem Großherzoglichen Justiz=Amte hieselbst angesetzt, zu welchem Alle, welche aus irgend einem Grunde Ansprüche und Forderungen an den Halbhufner und Zieglermeister August Winkenwerder, in specie an dessen zu Lüdersdorf belegene Halbstelle c. p., soweit solche Ansprüche und Forderungen in Gemäßheit des Publicandi vom 26. August d. J., betr. den zwangsweisen öffentlich meistbietenden Verkauf dieser Halbstelle, nicht schon in dem auf Freitag den 22. November d. J. Morgens 11 Uhr vor Großherzogl. Justiz=Amte anstehenden Liquidationstermin zur Anmeldung gelangen müssen zu haben, vermeinen, Zwecks Anmeldung ihrer Ansprüche und Vorlegung ihrer schriftlichen Beweismittel unter dem hiedurch ein für alle Mal angedroheten Nachtheile der Abweisnug von der vorhandenen Masse und des Ausschlusses mit ihren Beweismitteln, hiemit peremtorisch geladen werden.
Zugleich ist auch ein Termin auf

Mittwoch den 19. Februar 1879
Vormittags 11 Uhr

vor dem hiesigen Justiz=Amte anberaumt zum Versuche gütlicher Aufgreifung des Debitwesens und event. zur Prioritätsausführung, zu welchem die Winkenwerder'schen Gläubiger unter dem ein für alle Mal angedroheten Nachtheile der Einwilligung in die Gerichtswegen zu machenden Vergleichsvorschläge - wobei etwaige Ablehnungen oder Fristgesuche von Bevollmächtigten nur im Falle einer auf Widerspruch gerichteten Specialvollmacht, bloße schriftliche Erklärungen aber überall nicht berücksichtigt werden können - und des Ausschlusses mit der Prioritätsdeduction hierdurch geladen werden.
Den etwaigen Winkenwerder'schen Schuldnern wird hierdurch bei Strafe doppelter Zahlung aufgegeben, fortan nicht an die Winkenwerder'schen Erben, sondern nur an das unterzeichnete Justiz=Amt Zahlung zu leisten.
Schönberg, den 4. November 1878.

Großherzogliches Justiz=Amt der Landvogtei des Fürstenthums Ratzeburg.
H. Wohlfahrt.

A. Dufft.     


Das Ueberhand nehmende Sandfahren aus den städtischem Sandgruben veranlaßt uns, jedes Sandholen Unberechtigter bei einer Strafe von 5 M. hiermit zu verbieten. Die eingehenden Strafgelder sichern wir denjenigen zu, die Contravenienten gegen diese Bestimmung uns zur Anzeige bringen. Berechtigt zum Sandholen aus den städtischen Sandgruben sind nur die Bürger hiesiger Stadt.
Schönberg den 17. December 1878.

Der Magistrat.


Zur Vermeidung der zur Winterzeit durch Schnee und Glätte erschwerten Passage auf den Straßen wird hiedurch daran erinnert, daß

1) sämmtliche Hausbesitzer hiesiger Stadt verpflichtet sind , die Bürgersteige und Hauseingänge bei Schneefall von allem Schnee zu reinigen und die Wasserrinnen etc. gehörig aufzueisen, auch bei Frostwetter die Bürgersteige und Hauseingänge mit Sand, Asche oder Sägespähnen zu bestreuen und dies Bestreuen, so lange der Frost anhält, täglich Morgens zu erneuern;
2) in denjenigen Straßen, wo wegen mangelnder oder ungenügender Breite der Bürgersteige die Fußpassage auf die Fahrbahn angewiesen ist, jeder Hausbesitzer einen genügend breiten Weg in der Fahrbahn täglich Morgens mit Sand oder Asche zu bestreuen hat und zwar so, daß jeder Hausbesitzer die Bahn seines Nachbarn in möglichst gerader Linie fortführt; zugleich wird
3) die Bekanntmachung vom 4. December 1855 in Erinnerung gebracht, wonach das Stehenlassen von Wagen, außer auf dem Markte, wo dieselben dann aber von eintretender Dunkelheit an bis zum Tagesanbruch mit einer brennenden Laterne versehen sein müssen, jedes Lagern von Holz, Steinen und andern die Passage hindernden Gegenständen auf den Straßen und Bürgersteigen verboten ist.
Uebertreter dieser Bestimmungen werden mit einer Strafe von 1 M., in Wiederholungsfällen mit schärferer Strafe belegt.
Schönberg den 23. December 1878.

Der Magistrat.


Die unterzeichnete Prüfungs=Commission macht die im Jahre 1859 geborenen Wehrpflichtigen, welche die Berechtigung zum einjährig=freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, darauf aufmerksam, daß sie sich spätestens bis zum 1. Februar 1879 schriftlich zu melden, und bei dieser Meldung die Vorschriften in § 89 der Ersatz=Ordnung vom 28. September 1875 zu beachten haben.
Bis zu demselben Zeitpunkte haben sich auch diejenigen Wehrpflichtigen zu melden, welche ihre wissenschaftliche Befähigung für den einjährig=freiwilligen Dienst im März 1879 durch eine Prüfung nachweisen wollen.
Schwerin den 10. December 1878.

Großherzoglich Mecklenb. Prüfungs=Commission für Einjährig=Freiwillige.


Der Zimmermeister Herr C. Egert hieselbst ist Willens, seine vor der Sabowerstraße allhier neu erbaueten beiden Wohnhäuser im Ganzen oder getrennt an den Meistbietenden zu verkaufen. Der Verkauf geschieht am abgesetzten dritten Weihnachtstage d. J. im Gasthause des Herrn Boye hieselbst Nachmittags 3 Uhr, und werden die günstigen Verkaufsbedingungen bekannt gemacht, sind auch vorher beim Herrn Egert einzusehen. Die Besichtigung der Wohnhäuser steht Jedem nach zuvoriger Meldung bei dem Herrn Egert frei.
Schönberg den 9. Decbr. 1878.

A. Dufft, Actuar.     


Verkaufs=Anzeige.

Am Freitag den 27. und Sonnabend den 28. December d. J., Vormittags von 1/2 11 Uhr ab, sollen in Lüdersdorf auf der Winkenwerder'schen Hofstelle die zur Concursmasse resp. zum Nachlasse des wailand Zieglermeisters und Halbhufners August Winkenwerder gehörigen Gegenstände öffentlich meistbietend gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden, als:

2 Pferde, Wagen, Ackergeräthschaften, eine Kornrummel, Sielengeschirre, Mobilien, Haus= und Wirthschaftsgeräthschaften, Betten, Bettstellen, Männerkleidungsstücke und einige Scheffel Kartoffeln.
auf der Ziegelei, als:
12 tausend Mauersteine, 4 tausend Dachsteinbretter, 500 Dachpfannengerüste, eine Drainröhrenmaschine, 1 Torfquetschmaschine, 60 Lagerbretter zu Röhren, 5 Steinkarren, 2 Erdmühlen, verschiedene Steinforme, mehrere tausend Verschiedene Sorten Mauersteine und Dachsteine, desgleichen Drainsröhren, verschiedene Sorten, sowie eine Partie Felsen.
NB. Die Pferde werden am 27. Nachmittags um 1 Uhr zum Aufgebot kommen.
Schönberg den 16. December 1878.

Kutzbach, Landreiter.     


Am Freitag den 27. December c. Morgens von 9 1/2 Uhr an, soll beim Gastwirth Reimers zu Schlagsdorf, in öffentlicher Auction gegen gleich baare Zahlung verkauft werden:

Mannskleidungsstücke, 1 Sopha, 1 Chatulle, Tische, 1 Kleider= und 1 Eckschrank, Bettstellen, Haus= und Küchengeräthe, Schlosserhandwerkszeug, gegen 24 Scheffel Kartoffel, gegen 8 Stiege Roggen, 1 Rest Brennholz 1 Rest Torf.
Schlagsdorf, den 16. December 1878.

Krüger, Landreiter.     


Auction.

Am Freitag den 27. December d. J. von Morgens 10 Uhr an sollen in Selmsdorf im Saale des

[ => Original lesen: 1878 Nr. 102 Seite 4]

Gastwirths Lenschow verschiedene Gegenstände, als namentlich:

1 Commode, 1 Bettstelle, 1 Eck= und 1 Kleiderschrank, Tische, Stühle, Spiegel, 1 Wiege, Betten, Leinen in Bolzen und Leinenzeug, gute Frauenkleidungsstücke, 1 eichener Koffer, eine Parthie Flachs, Küchengeräthschaften, auch Mannskleidungsstücke und diverse andere Sachen
in öffentlicher Auction gegen baare Zahlung versteigert werden.

Schönberg.                                                     Staffeldt, Landreiter.


Am Montag den 30. Dezember c., Morgens 10 Uhr, sollen im Gastwirth Boye'schen Locale in Schönberg an abgepfändeten Gegenständen

1 Sopha und 1 Comode

öffentlich meistbietend verkauft werden.

Schönberg.                                                     Staffeldt. Landreiter.


Der unterzeichneten Stelle können von jetzt ab Spielkarten zum Nachstempeln vorgelegt werden.
Schönberg den 23. December 1878.

Großherzogliche Steuer=Receptur.


Ersparniß- und Vorschuß-Anstalt in Schönberg.

Die zu Antoni 1879 fällig werdenden Zinsen auf die bei der Vorschuß=Anstalt belegten Capitalien werden wir bereits in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr auszahlen. Die Anstalt wird zu diesem Zweck am

Freitag den 27.      
Sonnabend den 28.
Montag den 30.    
und
Dienstag den 31. Decb. d. J.
täglich
von 8 U. Morgens bis 12 U. Mittags,
sowie am
Sonntag den 29. Decb. d. J.
von 8 bis 10 Uhr Morgens

geöffnet sein.

Das Directorium.     


Zu Zeitgemäßem Zinsfuße und gegen gute Sicherheit suche ich zu sofort oder zum kommenden Antony=Termine die Summe von 3000 Mark. Schönberg, im December 1878.

E. Wohlfahrt.         
Advocat.     


Heute Früh 2 Uhr entschlief Sanft unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, die Wwe. Catharine Renzow, geb. Wigger, tief betrauert von

den Hinterbliebenen.     

Rodenberg, den 21. December 1878.
Die Beerdigung findet am Freitag Nachmittag statt.


F. W. Kaibel. Lübeck.
Pianoforte-Magazin.
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In neuer grosser Auswahl sind eingetroffen:
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C. Bechstein in Berlin,
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Rud. Ibach Sohn in Barmen,
Ernst Kaps in Dresden,
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J. L Duysen in Berlin,
Ernst Rosenkranz in Dresden
Wilhelm Schönlein in Berlin,
und     
Emil Oscherberg in Dresden.
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patentirten Prolongations Pedal.
= Für jedes Instrument wird eine 5jährige Garantie geleistet. =
Alte Instrumente zu höchsten Preisen in Gegenrechnung.
Terminzahlungen werden bewilligt.
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F. W. Kaibel. Lübeck,
- Breitestrasse Nr. 787. -
Kunst-Musikalien- und Instrumenten-Handlung.


Steingut-, Porcellan- und Glaswaaren-Handlung.
En gros! en detail!

Hiedurch erlaube mir die Anzeige zu machen, daß ich bei wirklich biligen Preisen, nur gegen Contant verkaufe. Von 3 Mark an 5 % Sconto.

J. N. Nisfen, Breitestrasse 795.     


Zu Weihnachts=Einkäufen  empfehle ich
Hängelampen und Tischlampen
in geschmackvollen Mustern.
Lackier-Waaren
Kohlenhelme, Ofenvorsetzer, Eimer, Spühlwannen, Flaschenuntersätzer, Kaffeebretter, Brodkörbe, Broddosen, Botanisirtrommel, u. s. w. sowie die beliebten Dampfwaschkessel, ferner Blech=Spielwaaren und Tannenbaum=Leuchter

Achtungsvoll     
W. Wieschendorf     
Klempner.           

Schönberg.


(Hierzu eine Beilage.)


Redigirt, gedruckt und verlegt von L. Bicker in Schönberg.


[ => Original lesen: 1878 Nr. 102 Seite 5]

Beilage
zu Nr. 102 der Wöchentlichen Anzeigen für das Fürstentum Ratzeburg.
Schönberg, den 24. December 1878.


Gold- & Silberwaaren,
als

Brochen, Ohrringe, Kreuze, Medaillons, Schlüssel, Ketten, Armbänder, Verlobungs= u. Siegelringe, Haarkettenbeschläge, Ringschilder, silberne Bestecks, Pottage=, Punsch=, Gemüse=, Eß= und Theelöffel, Moccalöffel, Menagen, Zuckerschaalen, silberne Ketten u. s. w. empfiehlt zu billigen Preisen

H. Kock.               
Uhrmacher und Goldarbeiter.     

NB. Altes Gold und Silber wird angenommen, Reparaturen und Bestellungen werden prompt und billigst ausgeführt.

D. O.          


Zur diesjährigen

Weihnachts-Ausstellung

die ich am Montag den 15. d. M. eröffnen werde, empfehle ich eine große Auswahl von selbstfabricirtem Confect und Conditorwaaren, bestehend in echtem Mandel=Auflauf aus Eiern, glacirtem, naturellem und Königsberger Marzipan, reinem Chocoladen=Confect ohne fremden Zusatz, verschiedene Liqueur=Sachen, echtem Eierschaum=Confect und allen in diesen Branchen vorkommenden Artikeln zu dem möglichst billigen Preise von 2 Mark per Pfund. - Zu gleicher Zeit mache ich das geehrte Publikum darauf aufmerksam , daß nicht das Fabriken=Confect, wie irrthümlich geglaubt wird, aus Eiern gemacht wird, sondern aus Tischlerleim und Alaun, auch ist es farbenhaltiger und mit Lack überzogen, ist härter und wiegt schwerer, wie das echte Eierschaum=Confect, was gewiß nicht für Eltern und Kinder zu empfehlen ist.
Es ist stets mein Bestreben gewesen, den Bewohnern des Fürstenthums nur gute und reelle Waare zu liefern.

                 Hochachtungsvoll
                             Wwe. Greiff.

Schönberg den 12. December 1878.


Weihnachts=Ausstellung

in allen Sorten Kuchen, Zuckerpuppen und Pfeffernüßen, ferner Tannenbaum=Confect in Auflauf, Schaum, Wind, Chocolade, Tragand und Marzipan. Lübecker Marzipan=Torten in allen Größen. Tannenbaum=Schmuck in großer Auswahl.
Indem ich für das mir bisher geschenkte Wohlwollen bestens danke bitte um recht zahlreichen Besuch.

Ergebenst     
H. Wolgast.     

Die Eröffnung findet am 15. d. M. statt.


Gehör-Oel heilt die Taubheit, wenn selbige nicht angeboren und bekämpft sicher alle mit Harthörigkeit verbundenen Uebel à Fl. 18 Sgr. versendet

                          C. Chop.
                          Apotheker in Sondershausen.
                          (Thüringen.)


W. Kolls,
Juwelen-, Gold- u. Silber-Waaren-Handlung.
Lübeck, Sandstrasse 1006.
Bestellungen werden prompt und billig ausgeführt.


Zur Festbäckerei empfehle                          
J. Frederick's Hefenmehl
außerdem          
Puddingpulver mit Bittermandeln, Vanille und Chocolade.
                          Aug. Spehr.


Eine Parthie                          
Campinos=Kaffee,
das Pfund 80 Pfennig (Mecklenburg).,
empfiehlt                           
                          Aug. Spehr.


Alten Malaga, pr. fl. 1. M. 80 Pfennig (Mecklenburg).,
Tokayer Ausbruch, pr. halbe Fl. 1 M. 50 Pfennig (Mecklenburg).,
Samos, (griechischer Wein) pr. Flasche 1 M. 20 Pfennig (Mecklenburg).

empfiehlt                          
                          Aug. Spehr.


Rum=Punsch=Extract,
Arrac=Punsch=Extract,
pr. Flasche 1 M. incl.
empfiehlt                          
                          Aug. Spehr.


C. Söhlbrandt.
Fabrik und Lager aller künstlichen Haar=Arbeiten,
empfiehlt:

Haarerneuerer, unübertrefflich zur Wiederherstellung grau gewordener Haare, Schinnwasser, Klettenwurzel=Oel, diverse Blumen=Oele, Eau de Cologne, Toiletten=Seifen, Pomaden und andere feine Parfümerien, Kinderkämme von 20 Pfennig (Mecklenburg). an, Einsteckkämme von 25 Pfennig (Mecklenburg). an, sehr gute Frisir=Kämme von 50 Pfennig (Mecklenburg). an, Haarnetze in allen Farben von 18 Pfennig (Mecklenburg). an, Coifüren und Flechten, Nadeln (das Allerneueste) Seiten=Kämme, Lockewickeln, Kräusenadeln, Haarnadeln und verschiedene Schmucksachen zu äußerst billigen Preisen.


Gold- und Silber-Waaren

einem geehrten Publikum Schönbergs und Umgegend bestens empfohlen.

                          Achtungsvoll
                          C. Roepstorff,
                          Gold= und Silber=Arbeiter.
                          Schönberg.


Auf's Neue patentirte

Singer Nähhmaschinen

mit Pendeltritt, sowie

Grover & Baaker= und Hove=

Maschinen zum Hand= und Fußbetrieb empfehle unter mehrjähriger Garantie.
Reparaturen aller Art werden prompt und billig ausgeführt.
Schönberg.

Rud. Schreep,         
Schlössermeister.     


Zur Anfertigung von eisernen mit Chamotte ausgelegter transportablen

Sparherden

jeder Größe halte mich bestens empfohlen. Auch werden hiervon in nächster Zeit die gangbarsten Sorten auf Lager sein.
Schönberg.

Rud. Schreep,         
Schlössermeister.     

[ => Original lesen: 1878 Nr. 102 Seite 6]

Derjenige welcher Flachs oder Heede in der Fabrik der Herren George Stelling, Gräber u. Co. in hannover zu haben wünscht, möge sich nur an mich wenden, da ich jede Bestellung übernehme und sie auf's Schnellste besorge.

G. Kammerhoff,     
Seilermeister.     

Ratzeburg.


Man biete dem Glücke die Hand!

Die allerneueste grosse Geldverloosung, welche von der hohen Regierung genehmigt und garantirt ist, besteht aus

87000 Loosen 45000 Gewin. und einer Prämie.

Der grösste Gewinn ist im glücklichsten Falle 450,000 Mark, dann wie folgt:
300,000, 150,000, 100,000, 60,000, 3 a 40,000, 3 a 30,000, 25,000, 5 a 20,000, 12 a 15,000, 12,000, 22 a 10,000, 800 , 4 a 6000, 61 a 5000, 6 a 4000, 107 a 3000, 213 a 2000, 1600, 523 a 1000, 848 a 500, 1100 a 300, 75 a 240, 85 a 200, 28,200 a 142, 50 a 130, 2900 a 122, 25 a 100, u. s. w., ein Capital von

8,920,000 Mark, muss innerhalb einiger Mo. bestimmt verloost werden. Die Ziehung findet statt am 16. und 17. Januar 1879.
Zu welcher ich nur Original-Loose

1/4 4 M. 1/2 8 M. 1/1 16 M.

gegen Einsendung des Betrages oder Postvorschuss versende. Jeder erhält die amtlichen Pläne und Gewinnlisten gratis. Da die Aufträge recht zahlreich einlaufen, so erbitte gefl. Bestellungen umgehend einzusenden an

Louis Königsdorf,
Bank- und Wechsel-Geschäft in Braunschweig, am Magnithor 8 Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisenbahn=Actien und Anlehnsloose.


Stollwerck'sche Chocoladen und Cacaos

Sorgfältigste und vollkommene Fabrikation. Unbedingte Garantie für den Wortlaut der Etikette. Preise jeder Tafel aufgedruckt.

Verkauf in den meisten guten Conditoreien, grösseren Colonialwaaren-Handlungen und Apotheken.


Huste=Nicht von L. H. Pietsch & Co. in Breslau Honig=Kräuter=Malz=Extrakt und Caramellen.*)

Anerkennung. Ihr Honig=Kräuter=Malz=Extract hat bei mir, wie auch bei meinen Kindern vorzüglich bei Husten, Lungen=Catarrh und Keuchhusten gewirkt.
                                                    Paul Müller, Kaufmann, Neumarkt i. S.
Jeder Husten kann höchst gefährlich werden. Der Keuchhusten, auch die Bräune, beginnen in der Regel mit leichtem Catarrh und Husten. Die gefährlichen Folgen dieser Uebel sind bekannt.

*) Zu haben in Schönberg, bei J. Ludw. D. Petersen.


Empfehle mein Lager von

Fleischhackmaschinen

zu ganz billigen Preisen mit 24 Messern schon zu 8 Mark, mit 36 Messern groß genug in jedem Hausstand nur 11 Mark.

C. Schwedt.     


Für ein Gut in der Nähe Schönbergs wird eine erfahrene Haushälterin gesucht, die selbständig wirthschaften kann. Näheres in Spehr's Hotel.


Große Weihnachts-Ausstellung

in Allen Sorten Tannenbaum=Confecten: als Schaum, Conserve, Auflauf, Chocolade, in großer Auswahl; Marzipanconfect in verschiedenen Figuren das Pfund nur 1 M. 75 Pfennig (Mecklenburg). Marzipan=Torten, Semmel, Hörnchen, Würste u. s. w. in allen Großen, braune und weiße Pfeffernüsse und Kuchen, Zuckerpuppen, Herze, Kuchen mit Bildern u. s. w. hält bestens empfohlen

J. Wagner, Conditor.     

Für das mir im vorigen Jahr reichlich geschenkte Vertrauen bestens dankend, bitte ich in diesem Jahr auch um recht zahlreichen Besuch.

Hochachtungsvoll         
J. Wagner, Conditor.     


Glockenzüge, Bettheber, Hanftaschen für Kinder, warme Hausschuhe, schönen weißen russischen Flachs, Schuhmachergarn (Handgespinnst), Krollhaare empfiehlt

                          G. Kammerhoff,
                          Seilermeister.
Ratzeburg.                          


Gesucht zu Neujahr ein Postillion.
                                                    F. Bielfeldt.


Zugelaufen ein Schaf. Abzufordern bei
Arbeitsmann Mathias Wigger
in Törpt.


Vom Sonntag an und während der Festtage

Bock=Bier
vom Faß
                          Boye.


An beiden Weihnachtstagen Kieler Bier vom Faß,
pr. Seidel 15 Pfennig (Mecklenburg).
bei                           
                          F. C. Wolgast.


Am zweiten Weihnachtsfeiertage
Erlanger Bier vom Faß
(H. Henninger.) Anstich Nachmittags 5 Uhr bei
                                                    H. Duve.


Tesch's Restauration.
Beide Festtage Krebs=Suppe, warme und kalte Speisen. Erlanger und Marienthaler Bier vom Faß.


Hierdurch verbiete ich den vom Feldwege aus über meine Koppeln führenden alten Steig und werde Jeden, den ich auf dem alten Steig unbefugt antreffe, gerichtlich belangen.
Gr. Mist den 9. December 1878.

Hauswirth H. Retelstorf.     


Kirchliche Nachrichten.
1. Weihnachtstag.

Früh=Kirche: Pastor Fischer.
Vormittags=Kirche: Pastor Kämpffer.
Nachmittags=Kirche: Pastor Fischer.

2. Weihnachtstag.

Früh=Kirche: Pastor Kämpffer.
Vormittags=Kirche: Pastor Fischer.
Nachmittags=Kirche: Pastor Kämpffer.

Sonntag den 29. December.

Vormittags=Kirche: Pastor Kämpffer.
Nachmittags=Kirche: fällt aus.
Amtswoche: Pastor Kämpffer.


Getreide=Preise in Lübeck.
Waizen17 M -Pfennig  bis 18 M -Pfennig.
Roggen12 M -Pfennig  bis 13 M -Pfennig.
Gerste12 M 50Pfennig  bis 13 M 75Pfennig.
Hafer11 M -Pfennig  bis 11 M 75Pfennig.
Erbsen12 M 50Pfennig  bis 15 M 50Pfennig.


Markt=Preise in Lübeck.
Butter pr. 500 Gr. M1,05 .
Tauben d. St. M0,45 .
Hühner d. St. M1,20 .
Enten d. St. M2,60 .
Küken d. St. M0,80 .
Hasen d. St. M3 - 4 .
Eier 4 St. für M0,30 .
Kartoffeln pr. 10 Lit. M0,50 .
Fette Gänse pr. 500 Gr. Pf.70 .


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